Die spannende Suche nach der Herkunft von Kunstobjekten

Woher ein Kunstwerk stammt, welchen Weg es im Handel genommen hat und ob es eventuell sogar geraubt worden war, sind Aspekte, die in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen haben. Das Museum Rietberg in Zürich forscht seit zehn Jahren nach der sogenannten Provenienz seiner Sammlungsobjekte.

Tempelfigur aus Indien
Bildlegende: Tempelwächter 9./10. Jahrhundert Indien Museum Rietberg / Rainer Wolfsberger

Provenienzforschung – die Forschung nach der Herkunft – gehört heute zum Leistungskatalog seriöser Museen. Dabei geht es auch darum sicherzustellen, dass keine Kunstobjekte in der Sammlung verbleiben, die Raubkunst sind oder aus anderen Gründen eine problematische Vergangenheit haben.

Die Geschichte lückenlos aufzeigen

Es geht vor allem aber auch darum, die Geschichte eines Kunstobjekts, den Handel damit oder die Besitzerwechsel möglichst lückenlos aufzuzeigen, weil diese heute zum gesammelten und ausgestellten Kunstobjekt dazu gehört.

Eine neue Ausstellung im Museum Rietberg zeigt anhand ausgewählter Objekte aus der Sammlung, wie Provenienzforschung funktioniert, welche Fragen sich stellen und welche Herausforderungen auf die Forschenden warten.

Gäste in der Sendung sind Esther Tisa, Kuratorin der Ausstellung sowie Leiterin Archive und Provenienzforschung im Museum Rietberg und Michaela Oberhofer, Kuratorin der Afrikasammlung und Leiterin Sammlungsdienste im Museum.

Moderation: Christina Lang, Redaktion: Jürg Oehninger