Ein Mensch mit geistiger Beeinträchtigung erzählt

«Seit ich mich erinnern mag, steckt man mich in die Schublade der Menschen mit geistiger Beeinträchtigung», sagt Christoph Linggi. Der 49-Jährige hat seit Geburt Lernschwierigkeiten, ist aber voll in die Arbeitswelt integriert. In der Sendung «Treffpunkt» erzählt der Zürcher aus seinem Alltag.

Schatten einer Menschenkette auf dem Asphalt.
Bildlegende: Am 3. Dezember ist der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung. Keystone

Christoph Linggi leidet seit Geburt an Lernschwierigkeiten. Der 49-Jährige arbeitet zum einen im Werkheim-Uster, zum anderen im Verteilzentrum der Migros in Volketswil. «Wir wollen den Mitarbeitern vermehrt externe Jobs anbieten, die ihnen Spass machen», sagt Bernhard Krauss, Geschäftsbereichsleiter Arbeit im Werkheim-Uster. Von 210 Mitarbeitern gehen 18 einer Arbeit ausserhalb des Werkheims nach. Diese Zahl soll sich in Zukunft erhöhen.

Dass Menschen mit einer Behinderung ohne Probleme in den beruflichen Alltag integriert werden, ist leider noch nicht die Regel. «Im Bewerbungsverfahren werden Menschen mit einer Behinderung auch bei guten Qualifikationen und trotz hoher Leistungsbereitschaft oft nicht berücksichtigt», kritisiert Mark Zumbühl von der Fachorganisation Pro Infirmis.

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Krispin Zimmermann