Einblick ins riesige Radio-Archiv

Normalerweise bleibt das Archiv von Radio SRF für die Öffentlichkeit geschlossen. Vom 9. bis 15. Mai ändert sich das: Dann geht ein Teil des Archivs im Rahmen einer Ausstellung auf.

Die Kuratorinnen Nora Hauswirth und Jill Keiser im Produktionsarchiv von SRF Brunnenhofstrasse 22, 8057 Zürich
Bildlegende: Die Kuratorinnen Nora Hauswirth und Jill Keiser im Produktionsarchiv von SRF Brunnenhofstrasse 22, 8057 Zürich SRF

Das Hörspiel gilt als Königsdisziplin des Radiohandwerks. Und ist vermutlich auch etwas vom Aufwändigsten, was es in Sachen Radiomachen gibt. Denn es geht darum, «Kino im Kopf» zu erzeugen. Umso wichtiger ist es, diese Radiokunstwerke sicher aufzubewahren. Genau das ist die Aufgabe der Archivarinnen und Archivare von Radio SRF. An ihnen liegt es, dass die Produktionen von heute auch in hundert Jahren noch zugänglich und vor allem noch hörbar sind.

Die Ausstellung «Wiederschall» gewährt nun Einblick in die Hörspiel-Produktion und in die Archivierung bei Radio SRF. Vom 9. bis 15. Mai gibt es im Radiogebäude an der Brunnenhofstrasse 22 in Zürich geführte Rundgänge, welche Archiv-Atmosphäre vermitteln und spürbar machen will. Der «Treffpunkt» legt schon mal vor: SRF-Hörspiel-Regisseur Reto Ott erzählt, wie er eine geschriebene Geschichte zum Tönen bringt; Archivar Stefan Becker erklärt das ausgeklügelte System, dank welchem im SRF-Archiv auch die ältesten Aufnahmen wieder gefunden werden.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Stefan Wüthrich