Facelifting für das Milizsystem

Das Milizsystem ist ein Pfeiler der Schweiz und wankt. Gemeinden haben zunehmend Mühe, junge Menschen für ein politisches Amt zu rekrutieren. Soll das Milizsystem überleben, muss es der Zeit angepasst werden.

Das Schweizer Milizsystem ist angeschlagen. Oft fehlen Kandidaten für die Ämter.
Bildlegende: Das Schweizer Milizsystem ist angeschlagen. Oft fehlen Kandidaten für die Ämter. Keystone

Die Schweiz hat über 2000 Gemeinden. Gemäss einer Umfrage der Hochschule Chur haben mehr als zwei Drittel der Gemeinden Mühe, junge Erwachsene für ein politisches Amt zu finden.

Der Schweizerische Gemeindeverband hat das Jahr 2019 auch deshalb zum «Jahr der Milizarbeit» ausgerufen. Er will eine Debatte über die Zukunft des Milizsystems anstossen.

Massnahmen, um das Milizsystem fit zu halten

Die Gesellschaft wandelt sich und mit ihr die Bedürfnisse. Deshalb muss auch das Milizsystem moderner werden. Verschiedene Massnahmen werden in diesem Zusammenhang diskutiert, beispielsweise:

  • Gemeinderatssitzungen per Internet
  • Bessere Vereinbarkeit mit dem Beruf
  • Wahlrecht für Ausländer
  • Keine Wohnsitzpflicht mehr
  • Mehr Entschädigung

In der Sendung "Treffpunkt" diskutieren Hörer und Hörerinnen darüber, weshalb sie sich in ihrer Gemeinde engagieren oder eben nicht. Wie Gemeinden die richtigen Lösungsansätze finden, das erklärt Studiogast Andreas Müller. Er hat über das Milizsystem geforscht und leitet das Projekt des Schweizerischen Gemeindeverbands "Jahr der Milizarbeit".

Moderation: Mike La Marr, Redaktion: Beatrice Gmünder