Fussball und Yoga, statt Kirche und Religion?

Die Zahl der Gottesdienstbesuche nimmt kontinuierlich ab. Andere Lebensbereiche übernehmen religiöse Funktionen. Beim Fussball beispielsweise werden das gemeinschaftliche Erlebnis und Rituale gelebt.

Fussballfans zünden Pyros im Stadion
Bildlegende: Licht, Feuer und Gesänge ... das bietet die Kirche auch an Keystone

Immer mehr Menschen verlassen die Landeskirchen in der Schweiz und immer weniger praktizieren dezidiert christliche Traditionen und Gebräuche – wie beispielsweise Gottesdienstbesuch, Tischgebet, oder das Lesen in der Bibel. Allerdings ist in der Bevölkerung das Bedürfnis nach Spiritualität, Sinngebung, Gemeinschaftserlebnis und Transzendenzerfahrungen nach wie vor vorhanden. Die zentralen Bedürfnisse holen sich die Menschen heute immer mehr in weltlichen Szenen. Die Ökologiebewegung wird als neue gemeinsame, gesellschaftliche Orientierung wahrgenommen, Yoga, esoterische Bewegungen oder vegane Ernährung sind neue Orientierungspunkte im Leben und erfolgreiche Menschen wie Roger Federer und charismatische Figuren wie Nelson Mandela werden als Lichtgestalten wahrgenommen.
Die Sendung «Treffpunkt» diskutiert die Frage, ob weltliche Szenen und Ideen die Funktionen von Kirchen und Religionen übernehmen.