Hoffen auf einen Match: Online-Dating verändert die Partnersuche

«Im echten Leben lernt man niemanden mehr kennen.» Diese Erfahrung bringt viele Singles auf Online-Plattformen, die sich dem Verkuppeln verschrieben haben. Doch auch Online-Dating hat seine Tücken.

Computertaste mit roten Herzen.
Bildlegende: Ein Klick reicht meist auch beim Onlne-Dating nicht. Imago

In der Sendung «Treffpunkt» berichtet SRF-Journalist Stefan Wüthrich über seine Recherchen im Bereich Online-Dating. Er berichtet für das Konsumentenmagazin «Espresso» immer wieder auch über suspekte Online-Dating-Anbieter und hat mit verschiedenen, nicht selten enttäuschten Mitgliedern von Online-Partnerbörsen gesprochen.

Caroline Fux: Unverbindlichkeit als Nachteil

Expertin für das Thema Liebe im Internet ist auch Caroline Fux. Die Psychologin und Beziehungsexpertin der Zeitung «Blick» rät Singles, sich im Voraus gut über die Angebote zu informieren. Und sie warnt vor zu hohen Erwartungen. Genau wie bei der Partnersuche auf dem klassischen Weg gibt es auch beim Online-Daten Hindernisse. Diese kommen laut Fux einfach an einem anderen Punkt. Vorteil sei beim Online-Dating klar, dass man wisse, dass das gegenüber sich als Single bezeichnet. Nachteil sei häufig eine gewisse Unverbindlichkeit.

Das Liebesglück kann man nicht kaufen

Mit der Liebe sei es wie mit der Gesundheit, so Fux. «Sie ist nicht kaufbar und nicht erzwingbar.» Ein Profil auf einer Online-Partnerbörse sei wie ein Casino-Chip, man setze ihn, wisse jedoch nicht ob und was man gewinne. Durch die teils teueren Abos entstehe manchmal der Eindruck, man könne sich das Liebesglück kaufen, oder zumindest einfach dazu kommen. Dies sei ein Trugschluss.

Moderation: Stefan Siegenthaler, Redaktion: Barbara Meyer