Kaufsucht: Was sie ist, und wie sie therapiert wird

Online-Shopping und Dauerausverkauf verleiten die Menschen dazu, mehr zu kaufen als sie wirklich benötigen. Kippt die Kauflust ins Zwanghafte, dann spricht man von Kaufsucht.

Viele Menschen am Black Friday unterwegs
Bildlegende: Dem Kaufen kann man sich grundsätzlich nicht entziehen Keystone

Offiziell gilt Kaufsucht nicht als Krankheit. Expert*innen sind sich auch nicht einig, ob Kaufsucht eine chronische Gehirnerkrankung ist oder nicht. Bei der Kaufsucht wird im Hirn das sogenannte Belohnungszentrum verändert. Es wird nur noch durch das Kaufen aktiviert und wird für andere Dinge unempfänglich, stumpft in diesem Sinne ab.

Weitermachen, obwohl es schädlich ist

Typisch ist, wie für alle Süchte, dass alles auf das Suchtmittel eingeengt wird. Man erlebt dabei einen Kontrollverlust. Und man braucht immer und mehr und immer öfter davon. Und eine Sucht definiert sich dadurch, dass ich immer weiter mache. Und obwohl ich merke, es schadet mir, schaffe ich es nicht aufzuhören.

Moderation: Adi Küpfer, Redaktion: Jürg Oehninger