Leben am Rand der Gesellschaft

Sie finden sich in fast jeder grösseren Stadt - und nicht selten sind sie Stein des Anstosses: Randständige. Fast alle sind sich zwar einig: «Gefährlich» sind diese Menschen nicht. Und doch wollen wir sie nicht vor unserer Haustüre. Die Sendung «Treffpunkt» fragt: Warum eigentlich nicht?

Ein Leben am Rande der Gesellschaft bietet als Schlafgelegenheit manchmal nur die Parkbank.
Bildlegende: Ein Leben am Rande der Gesellschaft bietet als Schlafgelegenheit manchmal nur die Parkbank. colourbox

Es ist fast überall das gleiche Bild: In irgendeiner Strasse oder auf irgendeinem Platz versammeln sie sich meist schon am Morgen und nippen dann mehr oder weniger den ganzen Tag an ihren Bierdosen. Ein schöner Anblick sind diese Szenen in der Regel nicht. Der Anblick löst Mitleid aus, aber auch Wut oder gar Angst. Kein Wunder also, dass Randständige von Ort zu Ort geschoben werden - denn: Wer will sie schon in seiner unmittelbaren Nachbarschaft?

Die Sendung «Treffpunkt» geht auf Tuchfühlung mit Randständigen. Wir senden live aus der Anlaufstelle für suchtmittelabhängige und psychisch kranke Menschen in Winterthur, die heute - nach langer und schwieriger Planungszeit - ihren neuen Standort eröffnet. Wir sprechen mit Betroffenen, welche die Anlaufstelle aufsuchen. Wir fragen nach den Erfahrungen, welche sie im Alltag mit Passanten und Behörden machen.

Weitere Gäste in der Sendung: Selfmade-Millionär Ivar Niederberger - er wird von seinen Erfahrungen als Obdachloser berichten. Die Sozial-Anthropologin Corina Salis Gross - sie hat eine Studie geleitet über das Spannungsfeld zwischen Randständigen und PassantInnen.

Moderation: Sandra Schiess, Redaktion: Stefan Wüthrich