Lifestyle-Gentests sind nicht ohne Risiken und Nebenwirkungen

Wie hoch ist das Risiko, dass ich einmal einen Herzinfarkt erleide oder später dement werde? Lifestyle-Gentests versprechen den Blick in die eigene medizinische Zukunft. Doch dieser Blick ist nicht unproblematisch. 

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Einstein-Moderator Tobias Müller hat einen Selbstversuch gewagt. Für ein paar hundert Dollar wurde im Ausland seine Spucke analysiert. Im «Treffpunkt» erzählt er, dass ihn das Resultat stark verunsichert habe. So habe es ihm beispielsweise ein hohes Risiko für Herzkrankheiten angezeigt. Doch was bedeutet das genau?

Die mangelnde Betreuung der analysierten Personen sei eines der grossen Probleme bei diesen Gentests Sabina Gallati, Human-Genetikerin am Inselspital Bern. Ohne die Einordnung von Fachpersonen könnten die getesteten Personen unnötig verängstigt werden oder sich umgekehrt in falscher Sicherheit wiegen. Zudem sammelten die Firmen so fleissig Daten.

Gallati, die auch Präsidentin der eidgenössischen Kommission für genetische Untersuchungen am Menschen GUMEK ist, möchte solche Lifestyle-Gentests ohne fachliche Begleitung daher am liebsten verbieten.

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Barbara Meyer