Mehr Sicherheit im Spital dank «Horrorzimmer»

Falsch gelegte Katheter, verwechselte Tabletten, fehlende Hygiene: Fehler im Spital können gravierende Folgen haben. Ein Übungszimmer hilft im Spital Muri (AG) das Personal zu sensibilisieren – und soll nun auch in anderen Spitälern Schule machen.

Hände mit Desinfektionsmittel in einem Spital
Bildlegende: Mangelnde Hygiene ist nur eine von vielen Fehlerquellen im Spital. Darum soll das Personal gezielt auf mögliche Fallstricke sensibilisiert werden. Keystone

Mehrere hundert Todesfälle pro Jahr werden in der Schweiz auf Spitalfehler zurückgeführt. Denn im Umgang mit Patienten können auch kleine Fehler grosse Schäden anrichten. Pflegeexpertin Andrea Käppeli hat im Spital Muri (AG) nach neuen Wegen gesucht, um Ärztinnen und Pfleger zu schulen.

Finde die Fehler im «Room of Horrors»

In einem sogenannten «Room of Horrors», einem «Horrorzimmer», baut sie in fiktiven Spitalszenen absichtlich Fallstricke ein, die im Alltag leicht zu übersehen sind. Das Personal muss diese Fehler dann finden und korrigieren. Diese Art der Prävention soll nun Nachahmer finden. Die Stiftung für Patientensicherheit unterstützt neu Spitäler, die ebenfalls solche Übungszimmer einrichten wollen.

Auch Patienten müssen mithelfen

Andrea Käppeli ist in der Sendung zu Gast und erklärt, warum das «Horrorzimmer» ein Erfolg ist. Sie hat zudem Tipps im Gepäck, wie man als Patient und als Angehörige ebenfalls zur Sicherheit im Spital beitragen sollte.

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Anna Wepfer / Regula Zehnder