Nach der Pensionierung greifen viele Senioren zum Glas

Sieben Prozent der 65- bis 75-Jährigen trinken zu viel Alkohol. Gründe, warum Senioren und Seniorinnen öfters übermässig zum Glas greifen, gibt es viele: Pensionierung, Einsamkeit, Verlustängste oder fehlende Tagestrukturen.

Eine Seniorin trinkt in ihrer Stube einen Cassis-Schnaps und schaut Richtung Fenster.
Bildlegende: Eine Abhängigkeit im Alter bleibt oft unbemerkt oder unterbehandelt. Keystone

In der Sendung «Treffpunkt» wollen wir über das Tabuthema offen sprechen. Ein Betroffener erzählt, warum ihn die Frühpensionierung in die Alkoholsucht trieb. «Ich habe mich leer gefühlt, hatte plötzlich keine Aufgabe mehr, fühlte mich vergessen», erzählt er. «Ich zog mich zurück und griff zum Alkohol.»

Weitreichende gesundheitliche Folgen

Die Geschichte des Betroffenen ist kein Einzelfall. Darum soll die Alkoholprävention genau in dieser Altersklasse ansetzen. Dominic Schnoz ist Leiter der Zürcher Fachstelle zur Prävention von Suchtmittel-Missbrauch. Er will den Seniorinnen und Senioren nicht den Mahnfinger zeigen. Er betont aber, dass der übermässige Konsum von Alkohol im Alter weit mehr gesundheitliche Konsequenzen haben können, wie wenn man noch jünger ist.

Stellen Sie Ihre Fragen im Chat

Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Diskutieren Sie in der Sendung «Treffpunkt» mit oder stellen Sie Ihre Fragen in unserem Chat (Link unten) an Psychotherapeutin Petra Bald.

Moderation: Stefan Siegenthaler, Redaktion: Sirio Flückiger