Patientinnen und Patienten wissen oft mehr als die Ärzte

Menschen, die über eine längere Zeit erkranken, wissen nach dieser Zeit oft mehr über ihre Krankheit als die darauf spezialisierten ärztlichen Fachleute. Dieses Wissen liegt aber in der Regel brach, weil er beim Patienten verbleibt und nicht bis zum Arzt kommt.

Arzt und Patient im Gespräch am Tisch
Bildlegende: Patienten können wertvolle Informationen liefern KEYSTONE/Gaetan Bally

Das wollen die Gesundheits- und Pflegewissenschaften ändern. Im «Treffpunkt» zeigt eine Gesundheits- und Pflegwissenschaftlerin, wie und warum wertvolles Patientenwissen steckenbleibt und nicht über einen gewissen Personenkreis hinauskommt – und wie man dies verbessern könnte. Eine Patientin erzählt, wie sie der Wissenschaft mit ihrem Wissen dienen konnte.

Die Herausforderungen

Patienten getrauen sich mitunter gar nicht, den Arzt zu informieren. Die Folge davon kann sein, dass der Arzt einen Rat gibt oder ein Medikament verschreibt, das dem Patienten nicht so gut hilft. Es kann auch sein, dass Ärzte ihren Patienten nicht richtig zuhören, weil sie sich keine Zeit dafür nehmen oder schlicht keine Zeit haben. Patienten treten manchmal auch als Besserwisser auf und beharren auf Halbwissen aus dem Internet oder bestehen auf der Einnahme eines bestimmten Medikamentes, das der Arzt nicht kennt.

Moderation: Christina Lang, Redaktion: Jürg Oehninger