«Robinson Crusoe» – nur Bibel und Koran sind noch erfolgreicher

Heute vor genau 300 Jahren hat der englische Schriftsteller Daniel Defoe seinen Roman «Das Leben und die höchst merkwürdigen Abendteuer des Robinson Crusoe» herausgebracht. Das Buch ist bis heute ein Beststeller.

Vier ganz alte Romane von «Robinson Crusoe» in einer Glasvitrine versorgt und an einer Ausstellung geszeigt.
Bildlegende: «Robinson Crusoe» - Jahrhundertroman mit kolonialistischem und rassistischem Inhalt. keystone

Nach der Bibel und dem Koran ist der Roman «Robinson Crusoe» bis heute das meistgedruckte Buch weltweit. Allerdings kann es beim Lesen für Irritationen sorgen. Robinson ist aus heutiger Sicht ein Rassist und Kolonisator. Er richtet sich die Insel, auf der er strandet, nach eigenem Gutdünken ein und rettet Freitag das Leben, nur um ihn zu benennen und zu seinem Sklaven zu machen.

Was macht die Geschichte so erfolgreich?

In der Sendung «Treffpunkt» zeigen wir auf, warum die Abenteuergeschichte so erfolgreich ist, und wie der Robinson-Stoff in den postkolonialen Gesellschaften kritisch verarbeitet wurde.

Moderation: Sandra Schiess, Redaktion: Sirio Flückiger