Schulweihnachten ohne Christkind

Weihnachten ist das Fest der Liebe, der Familie und gehört zur westlichen Kultur. Vor zwanzig Jahren war sie noch fester Bestandteil im Schulalltag. In der heutigen Gesellschaft spielt die Religion allerdings eine kleinere Rolle. Die Schulen passen sich an.

Wie viel Weihnachten in der Schule? Diese Frage spaltet die Gemüter.
Bildlegende: Wie viel Weihnachten in der Schule? Diese Frage spaltet die Gemüter. Keystone

Die Schulleiterin der Schuleinheit Ebnet im Kanton Zürich erklärte bei Radio SRF 1, dass ihre Schule die religiöse Weihnachtsfeier der Familie und der Kirche überlasse. Die ihre Schülerinnen und Schüler feiern aber gemeinsam das Jahresende.

Diese Äusserung rief viele Reaktionen hervor. Sie wurde begrüsst, aber auch verurteilt. Das sei falsch, die Schweiz sei ein christliches Land und das wichtigste Fest im Jahr müsse auch in der Schule Eingang finden.

Eine ganz «natürliche» Entwicklung

Die Sendung «Treffpunkt» greift diese Diskussion auf. Zu Gast in der Sendung ist der Präsident der Thurgauer Schulleiter und Schulleiterinnen. Soziologie-Professor Christian Stegbauer erklärt, weshalb es ganz «natürlich» ist, dass Weihnachten in der Schule heute nicht mehr dieselbe Stellung hat, wie vor Jahren:«Es fällt immer ein bisschen Kultur weg. Kultur verändert sich.»

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Beatrice Gmünder