So lernen Kinder ihre Daten zu schützen

Ein peinliches Selfie, das plötzlich auf den Handys aller Mitschüler herumschwirrt, ein geknacktes Instagram-Passwort oder heikle Infos, die auch der Lehrmeister beim Googeln findet. Für Teenager ist der Schutz der Privatsphäre eine Herausforderung. Und sogar kleine Kinder tangiert das Thema.

Mädchen posieren für Selfie.
Bildlegende: Jugendliche sind geübt im Umgang mit dem Smartphone, trotzdem gibt es Stolpersteine. Keystone

Zum europäischen Datenschutztag schauen wir im «Treffpunkt», wie Kinder in speziellen Workshops in der Schule an die Themen herangeführt werden – zum Beispiel in Workshops vom Verein zischtig.ch und anderen privaten Anbietern.

Bei den kleinen Kindern geht es dabei darum, spielerisch ein Bewusstsein für Möglichkeiten und Gefahren von Tablets und Co. zu schaffen.

Jugendliche wissen nur oberflächlich Bescheid

Dagegen geht es bei den Jugendlichen darum, Hintergrundwissen zu vermitteln. Sie bewegen sich zwar scheinbar spielend in der digitalen Welt, über die Gefahren wissen sie jedoch häufig wenig. Dass auch bei ihrem Lieblings-Computerspiel Daten über sie gesammelt werden, wie leicht man ihr Instagram-Passwort knacken kann und warum man dieses auch nicht mit der besten Freundin teilen sollte, solche Themen werden in den Workshops mit den Jugendlichen diskutiert.

Eltern kommt eine zentrale Rolle zu

Im Studio beantwortet Joachim Zahn vom Verein zischtig.ch Fragen der Hörerinnen und Hörer. Der Verein ist im Bereich Medienbildung und Prävention tätig, bietet Workshops für Schulklassen, aber auch Eltern an.

Gerade den Eltern kommt gemäss Zahn eine zentrale Rolle zu. Sie seien Kindern wie Jugendlichen ein Vorbild, auch punkto Datenschutz und Verhalten in der digitalen Welt. Und sie müssten ihre Kinder schützen, auch indem sie zurückhaltend seien mit dem Veröffentlichen von Bildern und Informationen ihrer Kinder, beispielsweise auf Sozialen Plattformen wie Facebook.

Moderation: Stefan Siegenthaler, Redaktion: Barbara Meyer