Strassentauben – entweder man liebt oder hasst sie

Die Taube war einst mal Symbol für Frieden und Liebe. Heute steht sie nicht selten für Dreck und Krankheit. Warum hat die Strassentaube so einen schweren Stand? Warum scheiden sich am Thema Tauben dermassen die Geister? Der «Treffpunkt» versucht dem schlechten Image der Taube auf den Grund zu gehen.

Tauben in der Stadt.
Bildlegende: Die Tauben: Vom Friedenssymbol zur Stadtplage Nummer Eins. Keystone

Kaum ein Tier polarisiert so wie die Strassentaube. Das Gurren der Tauben im Bahnhof oder auf öffentlichen Plätzen finden viele niedlich, andere nerven sich richtig daran und möchten die Federtiere am liebsten aus der Stadt verbannen und ausrotten.

Mittlerweile haben verschiedene Schweizer Städte spezielle Taubenkonzepte entwickelt, um die rasant wachsende Vermehrung der Vögel einzudämmen. Aktuell hängen in der Stadt Luzern wieder Plakate, die auf die Probleme mit den Tauben aufmerksam machen sollen. Auf dem Plakat steht: «Brot oh Schreck, gibt Taubendreck.»

Monika Keller, bei der Stadt Luzern verantwortlich für den Umgang mit den Tieren zieht eine positive Bilanz: «Dank der Kampagne und das Eingrenzen von Nahrungsquellen konnten wir die Population stark eindämmen». Heute leben noch 2500 Tauben in der Stadt Luzern.

In der Sendung spricht auch Daniel Haag-Wackernagel. Der Wissenschaftler schrieb seine Doktorarbeit über die Tauben und gilt in Fachkreisen als «Taubenpapst». Er sagt: «Tauben anlocken ist viel leichter als die intelligenten Tiere los zu werden».

Was halten Sie von den grauen Federtieren? Was für eine positive oder negative Geschichte haben Sie mit Strassentauben? Diskutieren mit in der Sendung «Treffpunkt».

Moderation: Sandra Schiess, Redaktion: Sirio Flückiger