Täglich werden unsere Handydaten registriert

Wer das Handy benutzt, hinterlässt Daten. Mobilfunkanbieter speichern alle Daten der letzten sechs Monate, so will es das Gesetz. Kunden können ihre sogenannten «Randdaten» einsehen. Wir sagen, wie das geht und wann sich der Aufwand lohnt.

Hände bedienen ein Smartphone.
Bildlegende: Wer das Smartphone bedient, hinterlässt ständig Spuren. Colourbox

Egal ob man telefoniert, Kurznachrichten schreibt, surft oder schlicht eine App benutzt: Im Hintergrund werden Daten abgespeichert und der Standort der Benutzer wird registriert. Vor allem die Behörden sind an diesen Randdaten interessiert. Im Jahr 2018 wurde in 5000 Fällen die Möglichkeit der rückwirkenden Überwachung genutzt.

Die Auswertung ist schwierig

Seit gut einem Jahr haben Privatpersonen die Möglichkeit, bei ihrem Telefonanbieter die Daten der letzten sechs Monate zu verlangen. Die Swisscom hatte bislang 140, Sunrise rund 20 solcher Anfragen.

Mit ein Grund, dass nur wenige Kunden ihre Randdaten verlangen, ist wohl die komplizierte Auswertung. «Man erhält eine lange, unübersichtliche Liste mit einer Flut an Daten. Für den Laien ist die Orientierung sehr schwierig», sagt Timo Grossenbacher von SRF Data. In der Sendung Treffpunkt erklärt er, wie man an die Daten kommt und ab wann sich der Aufwand lohnt.

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Krispin Zimmermann