Trudi Gerster, mehr als eine Märlitante

Vor 100 Jahren wurde Trudi Gerster geboren. Trudi Gerster, die Frau, die von St. Gallen wegzog, um in Märchenwelten zu tauchen. Drei Generationen zog sie mit ihren Geschichten und Tierimitationen in ihren Bann. Sie wurde zur Märlitante der Nation. Eine Tante, die sie nicht sein wollte.

Geschichten "probierte" Trudi Gerster erst an ihren Kindern aus.
Bildlegende: Geschichten "probierte" Trudi Gerster erst an ihren Kindern aus. Keystone

«Tante» habe etwas Abschätziges, sagte sie in verschiedenen Interviews. Sie hatte Angst, mit dieser Bezeichnung als Politikerin weniger ernst genommen zu werden. Politik war ihr wichtig.

Als eine der ersten Frauen wurde sie 1968 in das Kantonsparlament von Basel-Stadt gewählt. In diesem kämpfte die alleinerziehende Mutter von zwei Kindern für die Frauenrechte und für die Natur.

In der Sendung «Treffpunkt» erzählt ihre Tochter Esther Keshava Jenny, wie Trudi Gerster als Mutter war und dass es zwischendurch auch viel wurde, wenn alle etwas vom «Märchenstar» wollten.

Moderation: Sandra Schiess, Redaktion: Beatrice Gmünder