Und ewig lockt der Zoo

Jede Zeit seit den alten Ägyptern hatte ihre Zoos. Dabei passt sich die Welt der Zoos laufend an. Doch trotz modernster Zoo-Konzepte bleiben Fragen: Hilft der Zoo aussterbenden Tieren? Oder ist er wichtig für die Verbindung Mensch-Tier? Oder sind Zoos ganz einfach überflüssig?

im Vordergrund eine Schar Pinguine auf Spaziergang auf den Gehwegen einer Zooanlage; im Hintergrund unscharf eine Menschenmenge, die dabei zuschaut.
Bildlegende: Der Zoo bringt Mensch und Tier einander näher: Kaiserpinguine im Basler Zolli. Keystone

Im Treffpunkt diskutieren zwei Experten: Seit April 1997 wacht Bernd Schildger als Direktor des Berner Tierparks Dählhölzli über das Wohl von rund 2300 Tieren respektive 250 Tierarten. Und er sagt: «Gäbe es keine Zoos, man müsste sie erfinden. Weil sich sonst der Mensch erst recht vom Tier entfremdet.» Ihm gegenüber steht der Tieranwalt Antoine Goetschel, der es problematisch findet, «dass Zoos eigentlich nur noch ein ganz normales Unterhaltungs-Angebot sind wie ein Theater oder ein Fussballstadion».

Nichtsdestostrotz finden beide: eine Welt ohne Zoos wird es wohl nicht geben. Überflüssig seien sie nicht - eben: nicht zuletzt, weil der Mensch ohne Zoo das Tier, sein Wesen und seine Würde vergessen würde.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Fredy Gasser