Vom Umgang mit dem Schrecklichen

Der Gerichtsprozess rund um den Vierfachmord von Rupperswil brachte schreckliche Details der Tat zu Tage. Diese verarbeiten und einordnen zu können, fällt nicht leicht. Wie gehen wir mit dem Schrecken dieser Welt um? Der Treffpunkt sucht nach Antworten.

Dutzende Trauerkerzen, Bilder und Briefe für die Opfer
Bildlegende: Grosse Anteilnahme für die Opfer des Mordfalls von Rupperswil - ein Teil der Verarbeitung. Keystone

Fälle wie der Vierfachmord von Rupperswil faszinieren und schrecken zugleich ab. «Sie lösen blankes Unverständnis aus», sagt Philosoph Yves Bossart. Genau deshalb sei das Interesse daran so gross, sagt Psychologin Ilsabe von Uslar: «Viele haben das Bedürfnis, möglichst viel zu erfahren, um das Unverständliche irgendwie zu verstehen und einordnen zu können.»

Aber: Man solle sich nicht zu sehr vereinnahmen lassen. Schliesslich handle es sich in solch aussergewöhnlichen Fällen eben genau um Extreme, die mit dem Alltag kaum etwas zu tun hätten. «Wenn es zuviel wird, muss man sich von solchen Schreckensmeldungen abgrenzen und den Fokus ganz bewusst auf das Alltägliche richten», so die Psychologin.

Autor/in: Sandra Witmer, Moderation: Michael Brunner