Von 1945 bis heute: wie das «Echo der Zeit» entstand

Am 17. September 1945 ging die erste Sendung «Echo der Zeit» über den Äther. Heute ist sie eine unverzichtbare Marke in der politischen Berichterstattung. Der «Treffpunkt» über die Entwicklung einer Marke in der europäischen Radiolandschaft von 1945 bis heute.

Weltkugel und Mikrofon.
Bildlegende: Reflektor der Zeit: Das «Echo der Zeit» berichtet seit 1945 über das Weltgeschehen.

Die Sendung startete damals ohne erkennbares Konzept. Einzige Idee dahinter war, dass es eine Nachfolgesendung der «Weltchronik» von Jean Rudolph von Salis sein sollte. Die «Weltchronik» war eine Sendung, die in den Weltkriegsjahren über das Welt- bzw. Kriegsgeschehen berichtet hatte.

Anfänglich wehrten sich Radiomitarbeiter gegen das «Echo», weil sie befürchteten, es habe nicht genügend Informationen, um die Sendung regelmässig zu füllen.

Aus einem kunterbunten thematischen Mix entstanden die ersten Sendungen: zuständig waren alle drei grossen Radiostudios in Bern, Basel und Zürich. Regelmässig gab es Rangeleien darum, wer ein bestimmtes Thema umsetzen durfte. 1948, drei Jahre nach dem Start, wurde Hans Lang als Gesamtleiter für das «Echo» eingesetzt. Damit gewann die Sendung an Schärfe und Professionalität.


Das «Echo der Zeit» ist die wohl älteste, kontinuierlich bestehende Radiosendung der Welt. «Echo» bededeutet zwar «Schall». Die Sendung ist aber nicht nur Widerhall von Schlagzeilen, sondern ein Reflektor der Zeit, ein Medium, das auch die Hintergründe der Aktualität ausleuchtet.

Moderation: Sandra Schiess, Redaktion: Jürg Oehninger