Warum Helfer helfen - von der Arbeit im Rohingya-Flüchtlingscamp

Seit ihrer Flucht nach Bangladesch leben fast 800'000 Rohingya in den Flüchtlingslagern. Tausende Hilfswerkmitarbeiter stehen im Einsatz, um die Rohingya mit dem Nötigsten zu versorgen. Sie kommen aus der ganzen Welt, vor allem aber aus Bangladesch. Ihre Motivation: den Menschen helfen.

Eine junge Frau in schwarzem, langem Jupe und farbigem Shirt steht vor einer einfachen Wellblechbehausung, die nach vorne offen ist.
Bildlegende: Die Rohingya leben im Flüchtlingslager in Bangladesch in einfachsten Verhältnissen. Die Hilfswerk-Mitarbeiter wollen ihnen ein würdiges Leben gewähren. Keystone

Zum Beispiel Caritas: Wer in das Büro von Caritas Bangladesch kommt, der taucht ein in eine kleine Welt in der Welt. Im Sitzungszimmer sitzt Emanuel aus dem Kongo neben Mary aus den USA, mit am Tisch auch James, der Regionalleiter aus Bangladesch. Man ist per Du, so ist das üblich hier.

Viele Einheimische

In allen anderen Büros sitzen vor allem Bangladescher hinter den Computern und am Telefon – aus dem ganzen Land nach Cox's Bazar gekommen, um zu helfen. Viele von ihnen haben bereits Erfahrung in der humanitären Hilfe, haben für andere Nichtregierungsorganisationen (NGO) gearbeitet. Die meisten Helferinnen und Helfer vor Ort sind also Einheimische.

Helfen aus Pflichtgefühl

Es gibt aber auch Schweizer im Flüchtlingslager, sie stehen zum Beispiel für das Schweizerische Rote Kreuz im Einsatz. Egal woher sie stammen, sie wollen einfach helfen. Idris Ali Khan von Glückskette-Partner Caritas findet, dies sei seine Pflicht: «Die Rohingya haben ein Recht auf Würde.»

Diese Menschen helfen den Rohingya

Autor/in: Sandra Witmer, Moderation: Dani Fohrler