Wenn im Amateur-Fussball die Fäuste fliegen

Fussball lebt von Emotionen. Diese können aber auch überborden. Immer wieder eskalieren auf Fussballplätzen Konflikte unter Spielern, Schiedsrichtern und Trainern – samt Beleidigungen, Schubsern und sogar Schlägen. Und zwar just in jenen Ligen, in denen es sportlich nicht viel zu gewinnen gibt.

Ein Spieler des FC Luzern packt den Schiedsrichter wegen einer roten Karte.
Bildlegende: Entscheide des Schiedsrichters führen oft zu Aggressionen bei den Spielern. Das führt mitunter zu verbalen und sogar körperlichen Angriffen. Keystone

Statistiken zeigen: Gewalt im Fussball nimmt insgesamt seit Jahren ab. Allerdings gibt es gerade im Amateur-Fussball immer wieder spektakuläre Fälle, in denen Spieler, Eltern oder Trainer auf dem Platz ausfällig oder gar gewalttätig werden. Zuletzt streikten zum Beispiel im Kanton Tessin die Junioren-Schiedsrichter, nachdem es in mehreren Junioren-Spielen zu wüsten Szenen gekommen war.

Was sind die Gründe für Gewaltausbrüche im Amateur-Fussball, welche Rolle spielen die Eltern von jungen Fussballern und wie lässt sich die Aggression auf und um den Rasen reduzieren? Im Treffpunkt diskutieren Hörerinnen und Hörer zusammen mit Luigi Ponte, dem obersten Schiedsrichter der Schweiz.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Anna Wepfer