Wie die S-Bahn die Schweiz veränderte

Heute ist die S-Bahn eine Selbstverständlichkeit. Vor 30 Jahren begann mit der Eröffnung der S-Bahn Zürich ein neues Zeitalter in der Schweizer Eisenbahngeschichte. 

Ein Mann steigt aus einer S-Bahn.
Bildlegende: Eine Schweiz ohne S-Bahn ist heute undenkbar. Keystone/Martin Ruetschi

Der Bahnhof Stadelhofen, neu gebaut für die S-Bahn Zürich, platzte bei der Eröffnung im Mai 1990 aus allen Nähten. Man wollte dabei sein, als die S-Bahn ihren Betrieb aufnahm.

S-Bahn als Meilenstein

Der damalige Verkehrsminister, Bundesrat Adolf Ogi, sprach in seiner Eröffnungsrede von einer Renaissance des öffentlichen Verkehrs. Er sollte recht behalten. Zürich machte den Anfang, es folgten Bern, Basel Luzern, später auch die anderen Regionen der Schweiz. Das Land wurde mit der Stadt verbunden. 

Auf dem Land leben, in der Stadt arbeiten

Damit konnten Pendlerinnen auf dem Land wohnen und in der Stadt arbeiten. Ohne Auto. Die Anbindung an das S-Bahn Netz war und ist noch heute ein Standortvorteil. 
Die S-Bahn, sagen Kritiker, habe die Zersiedelung der Schweiz vorangetrieben und Mieten auch ausserhalb der Ballungszentren in die Höhe schiessen lassen.

Verkehrshistoriker Kilian T. Elsasser ist Gast im «Treffpunkt».

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Christine Hubacher