Wie im Krimi? Rechtsmediziner bei der Arbeit

Zum Personal in Krimis gehören Rechtsmediziner fast so zuverlässig wie die Ermittler der Polizei. Die Sendung «Treffpunkt» blickt auf den Alltag in der Rechtsmedizin und geht Klischees aus Büchern und Filmen auf den Grund.

Alois Semmelweis, der Rechtsmediziner in der Fernsehserie "Der Bestatter", im weissen Kittel hält bei einer Autopsie mögliche Hinweise in die Höhe.
Bildlegende: In der SRF-Serie "Der Bestatter" spielt mit Alois Semmelweis auch ein Rechtsmediziner eine Rolle. SRF/Sava Hlavacek

In den TV-Serien aus den USA oder Kriminalromanen aus Skandinavien spielen Rechtsmedizinerinnen und Rechtsmediziner immer wieder eine zentrale Rolle. Oft lösen sie Fälle gar im Alleingang. Was uns die Krimi-Fiktion vermittelt, stimmt aber nur zum Teil mit der Realität überein.

Rechtsmedizin: Klischee und Realität

Das gängige Bild, dass Rechtsmediziner selbst Kriminalfälle lösen, trifft so nicht zu: Es sind die Untersuchungsbehörden (Staatsanwaltschaft und Polizei), welche Verbrechen aufklären. Mit ihrer täglichen Arbeit leisten Rechtsmediziner aber einen wichtigen Beitrag, etwa indem sie Todesursache und Todeszeitpunkt feststellen.

Angiografie: Schweizer Spitzenforschung

Die Methoden der Rechtsmedizin wurden zuletzt auch dank Schweizer Forschungen weiterentwicklet. So haben Silke Grabherr, Direktorin des Institutes für Rechtsmedizin Lausanne-Genf, und ihr Team die sogenannte Angiografie entwickelt, durch die Leichen auch mit einem Computertomografen untersucht werden können.

Blick hinter die Kulissen

In der Sendung «Treffpunkt» zeigen wir auf, weshalb diese neue Methode die Aufklärung von Kriminalfällen voranbringt. Gast in der Sendung ist SRF-Wissenschaftsredaktor Christian von Burg. Er hat einen Blick hinter die Kulissen der Rechtsmedizin geworfen und mit Silke Grabherr auch über die Herausforderungen ihres Berufs gesprochen.

Moderation: Christina Lang, Redaktion: Vera Büchi