Wildtierpassagen helfen Dachs und Wildkatze sicher über die A1

Die Autobahn A1, Strassen, Bahnlinien, Dörfer und Städte schränken die Wanderbewegungen von Wildtieren ein. Deshalb gibt es auf dem Nationalstrassennetz 30 Wildtierpassagen. Kontrollen zeigen, dass die Tiere die Wege tatsächlich nutzen.

Wildtierbrücke Kilchberg, Kanton Bern.
Bildlegende: Wildtierbrücke Kilchberg, Kanton Bern. Dienststelle Landwirtschaft und Wald Kanton Luzern

Wildtierkorridore sind die festen Routen, auf denen sich Wildtiere grossräumig bewegen. Wildtierkorridore von überregionaler Bedeutung vernetzen innerhalb des Verbreitungsareals einer Art Populationen grossräumig miteinander. Diese sind aber oft von Strassen unterbrochen.

Das Bundesamt für Strassen kommt zum Schluss:

  • 42 der insgesamt 305 überregionalen Wildtierkorridore sind weitgehend unterbrochen und können von Wildtieren nicht mehr benutzt werden.
  • Über die Hälfte der Korridore sind in ihrer Funktionstüchtigkeit nennenswert bis stark beeinträchtigt.
  • Etwa ein Drittel (85 Korridore) kann als intakt eingestuft werden.

Wildtierpassagen wie Brücken oder Tunnel sollen den Tieren helfen.

Bau Wildtierpassagen

Zwei Wildtierpassagen sind laut Bundesamt für Strassen im Bau und 16 in Planung. Der Kanton Aargau baute 2004 Wildtierpassagen beim Bareggtunnel an der A1 und an den Kantonsstrassen zwischen Baden, Dättwil und Birmenstorf.

Kontrollen zeigen, dass die Tiere die Wege tatsächlich nutzen. Ziel ist es, dass neben Fuchs und Reh, auch selten gewordene Tierarten wie Feldhase, Iltis, Dachs, Luchs, Rothirsch und Wildkatze wieder ihre Spuren hinterlassen.

Moderation: Reto Scherrer, Redaktion: Radka Laubacher