Wenn Plastik klebrig wird

Manche Plastikteile werden mit der Zeit klebrig, zum Beispiel Schirmgriffe, Bedienknöpfe oder Gehäuse von Elektrogeräten. In den meisten Fällen liegt der Grund bei den Weichmachern. Diese quellen aus dem Plastik und verbinden sich an der Oberfläche mit Schmutz. Die Reinigung braucht Geduld. 

Frau beim Haare trocknen.
Bildlegende: Eklig: Mit einem klebrigen Haarföhn die Haare trocknen. Colourbox

Der einfachste Trick ist, die klebrige Stelle mit einem (dekorativen) Klebeband zu überzeihen. Eine andere Möglichkeit ist, den klebrigen Belag zu binden. Dazu reibt man ihn mit Maisstärke oder Babypuder ein und wischt die Oberfläche trocken.

Hilft die Reinigung mit normalem Putzmittel nicht weiter, setzen Hörer auf scharfes Geschütz: Nagellackentferner, Spiritus, Kunstharzverdünner, Wundbenzin, Orangenölreiniger.

Tipp: Von all diesen Mitteln riecht Orangenölreiniger am angenehmsten. Diesen trägt man mit einem Lappen auf und lässt das Konzentrat etwa eine Stunde einwirken. Danach die klebrige Schicht mit einem Tuch abreiben. Bei starker Verschmutzung Vorgang wiederholen. Eventuell einen kleinen Spachtel aus dem Nagelpflegeset zu Hilfe nehmen. Achtung: Handschuhe tragen und den Raum gut belüften.

Fachleute erwähnen, dass durch die Reinigung zwar die klebrige Schicht entfernt werden kann, der Plastik, aufgrund der fehlenden Weichmacher, nun aber nicht mehr dieselben Eigenschaften aufweist wie vorher.

Moderation: Reto Scherrer, Redaktion: Krispin Zimmermann