Jude: «Man hat mir Heil Hitler zugerufen»

Juden leben in einer eigenen Welt, sind geldgeil und reden nur über den Holocaust. Warum diese Vorurteile nicht stimmen, erzählt Shay bei «True Talk».

In der Schweiz heute leben etwa 20'000 Juden – die meisten davon im Raum Zürich und als Schweizer Staatsbürger. Trotzdem werden jüdische Frauen und Männer häufig immer noch als Fremdkörper wahrgenommen. Der Grund dafür, behauptet der Volksmund, ist die Überheblichkeit der Juden – und ihr Wunsch, unter sich zu bleiben. «Ja, dieser Eindruck entsteht manchmal» sagt Shay, «insbesondere orthodoxen Juden sagt man einen gewissen Separatismus nach. Aber: die meisten davon haben einen ganz normalen Job und sind somit alles andere als 'nicht integriert'. Sie sehen halt einfach anders aus».

Trotzdem findet Shay das Leben in der Schweiz sehr angenehm. «Es gibt Länder, in denen die Armee Synagogen bewachen muss. Von daher würde ich sagen, dass es in der Schweiz nicht besonders viel Antisemitismus gibt». Dennoch macht er ab und zu schwierige Erfahrungen, die auf seine Religion zurückzuführen sind. «Manchmal werde ich auf der Strasse schräg angeschaut, wegen der Kippa, die ich trage. Und es wurde mir auch schon ‚Heil Hitler’ aus vorbeifahrenden Autos nachgerufen.» Welchen Vorurteilen er im Alltag sonst noch begegnet, erzählt er bei «True Talk».

Artikel zum Thema