«Rapper sind bis zu einem gewissen Punkt frauenfeindlich»

Rap und Hip-Hop sind in der Schweiz so beliebt wie schon lange nicht mehr, doch Rapper selber geniessen keinen so guten Ruf. Ist das gerechtfertigt oder völliger Quatsch? Ali, selbst Rapper, stellt sich bei «True Talk» den häufigsten Vorurteilen.

Momentan sind sie nicht aus Charts, Clubs und gut kuratierten Playlists wegzudenken: Rapper. Doch obwohl die Musiker, die sich Hip-Hop verschrieben haben, so allgegenwärtig sind – bei viele haben das Bild von frauenfeindlichen, kiffenden Machos, die gerne Mütter anderer beleidigen im Kopf, wenn sie an den Begriff Rapper denken.

Rapper Ali muss zwar zugeben: «Ich habe auch schon einige Mütter beleidigt. Dafür möchte mich aber gleich persönlich entschuldigen.» Und der 26-jährige Churer beweist auch: Rapper – jedenfalls solche wie er – befassen sich mit weitaus mehr als Drogen, Sex und Gewalt.

Ali findet nämlich: «Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem wir reflektieren und uns Gedanken machen müssen.» Schliesslich kann Rap seiner Meinung nach stark machen: «Ich habe mein Selbstbewusstsein nur dank Rap gefunden.» Im Rap müsse man nämlich zuerst von sich selbst überzeugt sein, bevor man andere von sich überzeugen könne.

Und was ist mit Arroganz im Rapbusiness, frauenfeindlichen Lyrics oder dem Vorurteil, dass Rapper mit ihren Fans schlafen? All dem stellt sich Ali im Video oben.