Familienferien im Unterengadin: Schellen-Ursli und Nusstorte

Das Tal zwischen Zernez und Martina an der Österreichischen Grenze bietet  mit dem Schweizerischen Nationalpark, dem Inn, dem Piz Linard und zahlreichen malerischen Engadiner Dörfern die ideale Kulisse für Aktiv- und  Familienferien.

Fest verbunden mit dem Unterengadin sind auch die Geschichten vom Schellen-Ursli und der Engadiner Nusstorte.

Die Geschichte vom Schellen-Ursli spielt im Unterengadiner- Dorf Guarda. Sie handelt vom Engadiner Frühlingsbrauch Chalandamarz, bei dem die Dorfkinder am 1. März mit ihren Glocken den Winter vertreiben.

Hauptperson ist Ursli, der wegen der kleinen Glocke, («Schelle»), die für ihn übrig bleibt von den anderen Kindern gehänselt wird. Da macht er sich kurzerhand auf in das Maiensäss seiner Eltern, um dort die grösste Kuhglocke zu holen.

Auf dem Schellen-Ursli-Weg  in Guarda wird auf rund 6 Kilometern und mit 20 Tafeln die Geschichte des beliebten Kinderbuches von Selina Chönz erzählt. Auf den Tafeln gibt es auch  verschiedene Rätsel zur Geschichte zu lösen.

Exportschlager- Engadiner Nusstorte

Die Engadiner Nusstorte gehört zu den grössten Exportschlagern des Engadins. Wie oder wer die Nusstorte in das Engadin gebracht hat ist nicht klar. Denn im Engadin wachsen keine Nussbäume.

Es gibt die Geschichte, die erzählt, dass ausgewanderte Bündner Bäcker das Rezept  und Nussbäume aus Frankreich mit in die Heimat gebracht haben. Nussbäume stehen noch heute im Bergell. Eine andere Geschichte weiss, dass die Engadiner Nusstorte doch im Engadin entstanden ist, zwar erst im 19 Jahrhundert, aber durch einen Engadiner Bäcker.

Traditionelles Rezept

Die genauen Rezepte variieren von Backstube zu Backstube. In eine original Engadiner Nusstorte gehören aber sicher; Mehl, Zucker, Eier, Salz,  Honig und grob gehackte Baumnüsses. (ham)