Zu Gast im leeren Fussball-Stadion

Die Fussballmeisterschaft in der Schweiz neigt sich dem Ende zu und für viele Fans beginnt der lange, fussballfreie Sommer. Für viele die schlimmste Zeit des Jahres. Doch warum nicht trotzdem ins Stadion gehen? Auch wenn keiner auf dem Rasen steht?

Dort wo sonst die Spieler sitzen: SRF 3 Reporter Manuel Rothmund auf der Bank des FC Basel.
Bildlegende: Dort wo sonst die Spieler sitzen: SRF 3 Reporter Manuel Rothmund auf der Bank des FC Basel. SRF 3

Viele Fussballklubs in der Schweizer Super-League verfügen mittlerweile über ein modernes Stadion. Ein Stadion, dass sich lohnt genauer unter die Lupe zu nehmen. Möglich ist das dank speziellen Führungen durch den jeweiligen Verein.

Angeboten werden solche Stadiontouren unter anderem in Bern, Genf, St, Gallen, Zürich und natürlich auch Basel.

300 Führungen pro Jahr in Basel
Im St. Jakobspark in Basel finden jedes Jahr ca. 300 Führungen im Stadion statt. Ab einer Gruppe von 10 Personen bekommt man Einblicke die man sonst nicht erhält. Durch den Spielereingang gelangt man ins Stadion, von dort aus werden verschiedene Räumlichkeiten besichtigt, die man als normaler Matchbesucher nie zu sehen bekommt.

Unter anderem besichtigt man das Medien-Center, die Gästekabine und die VIP-Lounge der Sponsoren.

Zudem läuft man durch den Spielertunnel ins Stadion und darf auf der Trainerbank Platz nehmen.

Zusätzlich bekommt man Infos zum Stadion und zur Mannschaft, die in keinem Stadionheft zu finden sind. Oder wussten sie, dass ein Rasenwechsel rund 200‘000 Franken kostet? Oder das die Spieler bei jeder Verspätung 100 Franken in die Mannschaftkasse bezahlen müssen? Wohl kaum.

Spezialangebote für Schulklassen
Für Fussballfans sehr erfreulich ist zudem, dass so eine Tour für jeden erschwinglich ist. Die Pauschalpreise variieren zwischen 150 und 250 Franken pro Gruppe. Über den Daumen gerechnet kostet die Tour pro Person 10 bis 20 Franken. Für Schulklassen werden sogar noch Spezialangebote gemacht.

Für eine Tour muss man sich einfach beim Verein melden und ein Datum mit der Teilnehmerzahl vereinbaren. Bei allen Vereinen sollten an jedem Wochentag Führungen möglich sein. Ausgenommen natürlich die Spieltage.

Autor/in: Manuel Rothmund