«Schweizer des Jahres» 2002-2012

Der «SwissAward» wurde erstmals 2002 vergeben. Ein Überlick über alle bisherigen Gewinnerinnen und Gewinner.

Zusatzinhalt überspringen

Alle Gewinner auf einen Blick

2012 - Dario Cologna
2011 - Didier Cuche
2010 - Marianne Barthelmy-Kaufmann / Rolf Maibach
2009 - René Prêtre
2008 - Eveline Widmer-Schlumpf
2007 - Jörg Abderhalden
2006 - Köbi Kuhn
2005 - Peter Sauber
2004 - Lotti Latrous
2003 - Roger Federer
2002 - Dr. Beat Richner

2012 - Dario Cologna, Langlauf-Star

Der Graubündner Skilangläufer begann schon mit 5 Jahren mit dem alpinen Skisport. In der Saison 2008/09 gewann er als erster Schweizer den Gesamtweltcup im Langlauf und knüpfte mit dem Sieg der Tour de Ski 2011 an diesen Erfolg an. Am 15. Februar 2010 wurde er in Vancouver Olympiasieger über 15 km Freistil und stand als bisher einziger Schweizer Langläufer auf dem Olympischen Treppchen ganz oben.

2011 - Didier Cuche, Skirennfahrer

Zum zweiten Mal nach 2009 wurde Didier Cuche zum Sportler des Jahres erkoren. Mit der Wahl zum Schweizer des Jahres doppelte er 2011 nach. Der 37-Jährige war im Winter zuvor der Dominator in den Speed-Disziplinen. Erstmals gewann er sowohl den Abfahrts- als auch den Super-G-Weltcup. An den Weltmeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen sicherte er sich die Silbermedaille in der Abfahrt.

2010 - Marianne Barthelmy-Kaufmann / Rolf Maibach

Seit 14 Jahren arbeitet Rolf Maibach im Albert-Schweitzer-Spital in Deschapelles. Über Weihnachten und Neujahr 2009/2010 machte er Ferien in der Heimat. Er hörte am Radio vom Erdbeben in Haiti. Am nächsten Tag reiste er ab. «Als ich hier ankam, trieb es mir die Tränen in die Augen. Vor unserem Spital lagen Hunderte von Verletzten und warteten darauf, operiert zu werden.» Trotz der anderslautenden Empfehlung der Botschaft blieb auch die junge Pflegefachfrau Marianne Barthelmy-Kaufmann während der Katastrophe im Spital, wo sie, wie sie sagt, ihre Bestimmung und ihr Glück fand: Die Arbeit mit den Patienten erfüllte sie. Schwester Marianne ist der gute Engel des Albert-Schweitzer-Spitals in Haiti.

2009 René Prêtre, Herzchirurg

Der gebürtige Jurassier René Prêtre ist einer der begabtesten Chirurgen der Schweiz. Seine ruhigen Hände retten nicht nur jedes Jahr viele Kinderleben, sondern er ist mit seiner menschlichen Art auch der geborene Kinderarzt und eine grosse Stütze für die Eltern. 2012 wechselte Prêtre vom Kinderspital Zürich ans Universitätsspital Lausanne. Im Ausland arbeitet er als Chirurg in mehreren Stiftungen mit. Über seine eigene Stiftung «Le petit cœur» finanziert René Prêtre seine humanitäre Arbeit in Mosambik. Einmal pro Jahr fliegt er mit seinem Team zwei Wochen nach Maputo und operiert Kinder und Jugendliche, die ohne diesen Einsatz keine Überlebenschance hätten.

2008 Eveline Widmer-Schlumpf, Bundesrätin

Am 12. Dezember 2007 wurde Eveline Widmer-Schlumpf als SVP-Vertreterin anstelle von Christoph Blocher in den Bundesrat gewählt. Ihre Wahl erschütterte die SVP: Widmer-Schlumpf wurde zusammen mit anderen SVP Politikern aus der Partei ausgeschlossen. Sie wurde Mitglied der neu gegründeten Bürgerlich-demokratischen Partei (BDP). Nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Bundesratskollege Merz übernahm Widmer-Schlumpf 2007 interimistisch zusätzlich zum Justiz- und Polizeidepartement das Finanzdepartement. Sie profilierte sich in einem von der Finanzkrise geprägtem schwierigen Umfeld und erhielt dafür Lob von allen Seiten. Im Herbst 2010 wechselte sie ins Finanzdepartement.

2007 Jörg Abderhalden, Schwingerkönig

Jörg Abderhalden ist dreifacher Schwingerkönig und gilt als einer der besten Schwinger aller Zeiten. Geehrt wurde ein aussergewöhnlicher Sportler für seine grossen Erfolge in einer traditionellen Schweizer Sportart. 2007 schaffte es der gelernte Schreiner am Eidgenössischen Schwing-und Aelplerfest in Aarau zum dritten Mal nach 1998 und 2004 Schwingerkönig zu werden. Neben seinen drei Königstiteln gewann er zahlreiche Schwingen und wurde 1999 Unspunnen-Sieger.

2006 Köbi Kuhn, Fussballnationaltrainer

Das Fernsehpublikum wählte Köbi Kuhn, im Rahmen der «SwissAward»-Gala am 13. Januar 2007, zum «Schweizer des Jahres» 2006. Damit hat es den Trainer der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

2005 Peter Sauber, Formel-1-Rennstallbesitzer

Peter Sauber, in jungen Jahren selber Autorennfahrer, gründete 1970 die «Sauber Rennsport AG». Der ehemalige Formel-1-Rennstallbesitzer wurde geehrt für seine Verdienste im Rennsport und als Unternehmer.

2004 Lotti Latrous, Entwicklungshelferin

In der dritten «SwissAward»-Gala wählte das Fernsehpublikum erstmals eine Frau zur «Schweizerin des Jahres». Lotti Latrous hat viele Jahre in Afrika als Entwicklungshelferin gearbeitet. Im Jahr 1999 baute sie in den Armenvierteln Abidjan, der Hauptstadt der Elfenbeinküste, ein Ambulatorium und Sterbehospiz auf. Mit ihrem Hospiz «La Blanche» setzte sie sich für aidskranke Kinder und Mütter ein.

2003 Roger Federer, Tennisprofi

Der Tennisspieler Roger Federer ist der erfolgreichste Schweizer Sportler aller Zeiten und gilt vielen als bester Tennisspieler überhaupt. Als erster Schweizer gewann Federer 2003 das Grand-Slam-Turnier in Wimbledon und den Masters Cup in Houston.

2002 Dr. Beat Richner, Kinderarzt

Der Zürcher Kinderarzt und Musiker Beat Richner wurde zum allerersten «Schweizer des Jahres» gewählt. Richner ist Leiter von mehreren Kinderspitäler in Kambodscha und Gründer der «Stiftung für kambodschanisch-schweizerische Partnerschaft in Pädiatrie». Dabei setzt er sich für kranke Kinder ein, die in seinen Spitälern kostenlose Behandlung erhalten. Neben seiner Tätigkeit als Arzt tritt Richner als Musiker «Beatocello» auf. Mit den Einnahmen seiner Auftritte unterstützt er seine Projekte in Kambodscha.