Géraldine Fasnacht stürzt sich von Berghängen

Géraldine Fasnacht (34) stürzt sich von Klippen, Berghängen und Felsvorsprüngen. Sie ist Basejumperin und kommt dem Traum vom Fliegen immer wieder ein Stück näher. Sie hat in ihrem Leben schon mehrere tausend Sprünge gemacht – unter anderem vom Matterhorn.

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«Virus Voyage: Die Überflieger» am 2. Dezember 2014 um 18.30 Uhr auf SRF zwei.

Bei der Extremsportart Basejumping springt man von einem festen Objekt wie einem Gebäude oder eben einem Berg. Vor der tödlichen Kollision mit dem Erdboden schützt ein Fallschirm.

Géraldine ist schon tausende Male in freiem Fall dem Erdboden entgegen gerast. Ihr nach eigenen Angaben schönster Sprung ist erst wenige Monate her – im Juni ist die 34-Jährige als erste Person in einem Wingsuit vom Matterhorn gesprungen. Der Wingsuit ist ein Anzug mit luftdurchlässigen Flächen zwischen Armen und Beinen, mit dem der freie Fall zu einem Teil in Flugbewegungen umgewandelt werden kann. Damit kommt man dem Traum vom Fliegen ein Stückchen näher…

Fliegen und fallen sind nur zwei von Géraldines liebsten Freizeitbeschäftigungen. Mit zwei Jahren lernt sie Skifahren und macht sich mit 20 einen Namen als eine der besten Freeride Snowboarderinnen.

Droge Adrenalin

Adrenalin ist ihre Droge. Wenn das Wetter mitspielt, springt Géraldine bis zu zehn Mal die Woche. Der Kick ist nicht ihre einzige Motivation. Ihr Lebensmotto: Das Leben kann immer schnell vorbei sein, deshalb soll man das tun, worauf man am meisten Lust hat.

«Ein sanfter Sport»

Das «Virus Voyage»-Team begleitet Géraldine Fasnacht nach Ville-Neuve im Kanton Wadt. Bevor sie springt, hat sie einen klaren Trainingsablauf. Das Material wird mehrmals überprüft und sie bereitet sich mental auf ihren Absprung vor. Von Nervosität ist bei ihr keine Spur. Für sie ist Basejumping weniger Action als vielmehr «ein sehr sanfter Sport».

Auch die Nervosität von Moderator Andi Rohrer kann sie nicht aus der Ruhe bringen. Dieser traut seinen Augen kaum, als sie sich von ihm verabschiedet, in die Tiefe stürzt und wie ein Vogel seinem Blickfeld entgleitet.