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Virus Voyage Verzicht auf Ruhm und Ehre, um die Welt zu retten

Lior Etter (25) hatte mit 20 einen Profi-Vertrag beim FC Luzern. Doch obwohl er den Traum vieler Buben lebt, löste er den Vertrag nach nur einem Jahr auf, da ihm die Fussball-Welt zu oberflächlich war. Heute lebt er seinen wirklichen Traum.

«Ich wollte immer schon die Dinge, die mir wichtig sind, in den Mittelpunkt stellen»

Profisport vs. persönliche Freiheit. Zwanzig Mal wurde Lior Etter in der Superleague eingesetzt. Der junge Fussballer spielte beim FC Luzern, hatte ein gutes Salär und lebte den Bubentraum.

Bye Bye Fussball

Die Profikarriere hing Lior jedoch alsbald an den Nagel. Nicht wegen einer Verletzung, sondern weil er sich bewusst dagegen entschieden hat. Der Profisport hatte ihn, trotz Ruhm und Ehre, schlichtweg nicht erfüllt. Die Fussball-Welt war ihm zu oberflächlich, er wollte sein Leben selber in die Hand nehmen. Für «Virus Voyage» kehrt Lior Etter zurück ins Fussball-Stadion. Den Adrenalinkick von damals vermisst er manchmal. Jedoch würde er wegen diesem Kick die Kickerkarriere nicht zurückwollen. Was Lior nämlich fehlte während seiner Fussballerzeit, ist für ihn essentiell: Selbstbestimmung.

Das Projekt «Wasser für Wasser»

Nach dem Fussball-Aus öffnete ihm eine Weltreise mit seinem Bruder die Augen: Gemeinsam mit Bruder Morris stellte Lior das Projekt «Wasser für Wasser» auf die Beine. Wie der Name schon sagt, setzen sich die Brüder für sauberes Trinkwasser ein, in ihrem Projektland Sambia.

Die Idee

Gastronomiebetriebe können sich am Projekt «Wasser für Wasser, Link öffnet in einem neuen Fenster» beteiligen. Diese verkaufen Leitungswasser in ihren Betrieben, der erwirtschaftete Betrag fliesst dann schnurstracks in die Projektkasse von «Wasser für Wasser». Mit dem Geld werden dann in Afrika Wasserstellen gebaut und Einheimische ausgebildet, damit es in den Dörfern zu einer selbstständigen Wasserversorgung kommt. Die Idee gleiste Lior Etter gemeinsam mit seinem Bruder auf, der ihn auch stets bei allen Projekten unterstützt. «Wasser für Wasser» fördert aber nicht nur das Trinkwasser in Afrika, sondern soll auch in der Schweiz ein Zeichen setzen. Im Tropenhaus Wolhusen, Link öffnet in einem neuen Fenster, einem von rund 200 Partnern von Wasser für Wasser, erzählen die beiden Brüder von ihrem Konzept.

Trinkwasser ist kostbar

Auch den Schweizerinnen und Schweizern sollte durch «Wasser für Wasser» klar gemacht werden, dass Trinkwasser keine Selbstverständlichkeit ist. In der Schweiz gilt trinkbares Leitungswasser meist als absolute Selbstverständlichkeit. Aus Selbstverständlichkeit soll nun Wertschätzung werden.

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«Virus Voyage»

«Virus Voyage»

Die ganze Sendung mit Lior Etter gibt's hier. Anic und Andi's Eindrücke gibt's hier.

5 Facts über Trinkwasser

1/7 der Weltbevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. 3.5 Millionen Menschen sterben jährlich an Trinkwassermangel. 50 % aller Krankenbetten sind belegt mit Patienten, deren Krankheit aus schlechtem Trinkwasser resultiert. 95 % der Schweizer/innen trinken «Hahnenwasser» zuhause. 95 % der Schweizer/innen trinken allerdings «Markenwasser» im Restaurant.
  1. 1/7 der Weltbevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.
  2. 3.5 Millionen Menschen sterben jährlich an Trinkwassermangel.
  3. 50 % aller Krankenbetten sind belegt mit Patienten, deren Krankheit aus schlechtem Wasser resultiert.
  4. 95 % der Schweizer/innen trinken «Hahnenwasser» zuhause.
  5. 95 % der Schweizer/innen trinken im Restaurant aber Markenwasser.