Lachen mit Wyttenbach

Das Surreale und Gigantomanische ist es, was Jürg Wyttenbach an François Rabelais‘ «Gargantua» fasziniert und woraus der Basler Komponist vielschichtig-collagierte Musikszenen geschaffen hat.

Jürg Wyttenbach, 1993.
Bildlegende: Der Basler Komponist Jürg Wyttenbach. Keystone

Die Sprache ist opulent, das Figurenpersonal surreal und wenn sich Jürg Wyttenbach den Renaissance-Roman «Gargantua et Pantagruel» von François Rabelais zur Vorlage nimmt, spielt er zudem gerne mit Mehrdeutigkeiten. Wyttenbach verlegt die Szenerie ins Oberwallis, verweist zudem auf Asterix und Obelix («chez les Helvètes») und kreiert mit Lust ein hochkreatives Konglomerat aus Folkloristischem und Experimentellem, derb und dadaistisch-doppelbödig. Ursprünglich schuf Wyttenbach seine «bedenklichen, jedoch durchaus bukolischen Szenen» für die Oberwalliser Spillit, hier erklingt eine neue Fassung für das Luzerner Ensemble Alpini Vernähmlassig.

Jürg Wyttenbach: Gargantua chez les Helvètes du Haut-Valais oder: «Was sind das für Sitten!?» (UA der Bearbeitung für Ensemble). Anschliessend unternimmt Alpini Vernähmlassig volksmusikalische Ausflüge ins Festivalthema «Humor».

Alpini Vernähmlassig
Franziskus Abgottspon, Sprecher

Konzert vom 22. August 2015, Kirchensaal MaiHof, Luzern

Redaktion: Cécile Olshausen