Salzburger Festspiele: Das Absurde in unseren Köpfen

Alles beginnt scheinbar normal. Einige Damen und Herren folgen nach einer Opernaufführung der Einladung zu einem exklusiven Diner. Aber unter der lächelnden Oberfläche des gepflegten Smalltalks lauert Unheimliches.

Grafitti eines Engels.
Bildlegende: Flickr/ Kevin Hutchinson/ccbysa2.0

Die Fassade der Kultiviertheit fängt an zu bröckeln, das Surreale bricht herein, jäh wechseln die Temperaturen und Abgründe tun sich auf. Thomas Adès hat den Film «El ángel exterminador» von Luis Buñuel als Vorlage für seine dritte Oper gewählt: «Es ist ein Territorium, das ich sehr mag, denn es sieht so aus, als wären die Leute in einem Raum, doch es geht eigentlich nicht um diesen Raum – in Wirklichkeit sind sie in ihren eigenen Köpfen gefangen.»

Thomas Adès: The Exterminating Angel. Oper in 3 Akten nach Luis Buñuel (Uraufführung)

ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Salzburger Bachchor
Thomas Adès, Leitung
Amanda Echalaz, Sopran (Lucia)
Audrey Luna, Sopran (Leticia)
Anne Sofie von Otter, Mezzosopran (Leonora)
Sally Matthews, Sopran (Silvia)
Christine Rice, Mezzosopran (Blanca)
Sophie Bevan, Sopran (Beatriz)
Charles Workman, Tenor (Nobile)
Frédéric Antoun, Tenor (Raul)
David Adam Moore, Bariton (Colonel)
Iestyn Davies, Countertenor (Francisco)
Ed Lyon, Tenor (Eduardo)
Sten Byriel, Bassbariton (Russel)
Thomas Allen, Bariton (Roc)
John Tomlinson, Bass (Doctor)
Morgan Moody, Bassbariton (Julio)
John Irvin, Tenor (Lucas)
Franz Gürtelschmied, Tenor (Enrique)
Rafael Fingerlos, Bariton (Pablo)
Frances Pappas, Mezzosopran (Meni)
Anna Maria Dur, Mezzosopran (Camila)
Cheyne Davidson, Bariton (Padre)

Aufführung vom 28. Juli 2016, Haus für Mozart, Salzburg

Redaktion: Florian Hauser