Verbier Festival: Volksmusik und Klassik mit Martin Fröst

Der schwedische Ausnahmeklarinettist Martin Fröst lotet nicht nur die Grenzen seines Instrumentes aus. Er bewegt sich gerne auch musikalisch in Grenzgebieten. In Verbier spannte er dieses Jahr in seinem Kammermusik-Konzert den Bogen vom Mittelalter über die Volksmusik bis ins 20. Jahrhundert.

Klarinettist Martin Fröst.
Bildlegende: Ausnahme-Talent aus Schweden: Klarinettist Martin Fröst. Jean Baptiste Millot

Martin Fröst ist eigentlich nicht einfach Klarinettist, sondern ein Musikperformer mit Klarinette. Angefangen hat es, als er in den 1990er-Jahren die Rolle des «Rattenfängers» in der gleichnamigen Oper von Wilfred Hiller und Michael Ende übernahm, und dort nicht nur spielte, sondern auch schauspielerte und tanzte. In der Zwischenzeit hat er auch andere Werke aufgeführt, bei denen er mit seiner Klarinette «performen» kann. Aber auch wenn Martin Fröst ein traditionelles Konzert spielt, hat er eine Bühnenpräsenz, die an den Schauspieler in ihm erinnert und die sich musikalisch in hörbar lebendigen Interpretationen niederschlägt.
In diesem Konzert, das er zusammen mit dem Pianisten Julien Quentin und Mitgliedern des Verbier Festival Chamber Orchestra bestreitet, begibt sich der dynamische Schwede zu den Quellen der rumänischen Volksmusik, begleitet von vielfältigen musikalischen Ausflügen.

Traditionelle rumänische Volksmusik und Werke von Hildegard von Bingen, Georg Philipp Telemann, Astor Piazzolla, Anders Hillborg, Robert Schumann, Béla Bartók, Johannes Brahms, Manuel De Falla, Witold Lutoslawski und Göran Fröst.

Martin Fröst, Klarinette
Julien Quentin, Klavier
Mitglieder des Verbier Festival Chamber Orchestra

Konzert vom 29. Juli 2015, Kirche Verbier