Zürcher Festspiele: Faust alt und neu

Kaum eine literarische Gestalt erscheint so häufig in der Musik wie Faust. Unterschiedliche Komponisten der Romantik wie Spohr, Berlioz, Schumann, Liszt, Gounod oder Boito waren von Goethes Figur fasziniert. Auch der junge Wagner.

Einer der wenigen international etablierten Sängerinnen der Schweiz.
Bildlegende: Einer der wenigen international etablierten Sängerinnen der Schweiz. Marco Borggreve

1840 schrieb Wagner «Eine Faust-Ouvertüre», und schon unter seinen früheren Werken finden sich «Sieben Kompositionen zu Goethes Faust».

Mit diesen so gut wie unbekannten Jugendwerken beschäftigte sich fast 200 Jahre später nochmals ein Komponist: Hans Werner Henze.

Anders als seine Zeitgenossen Schnittke, Pousseur oder Rihm vertonte der vielseitige Henze keinen Faust-Stoff und kam auf überraschende Weise schliesslich doch noch dazu: Sein rund einstündiger Zyklus «Richard Wagners Klavierlieder» enthält im Mittelteil auch acht Faust-Kompositionen. 

Tonhalle-Orchester Zürich
Zürcher Sing-Akademie
Leitung: David Zinman

Yvonne Naef, Mezzosopran
Detlef Roth, Bariton

Richard Wagner: Eine Faust-Ouvertüre d-Moll
Hans Werner Henze: Richard Wagners Klavierlieder für zwei Soli, Chor und Orchester
Hector Berlioz: La Damnation de Faust Drei Orchesterstücke

Eröffnungskonzert vom 15. Juni Tonhalle Zürich