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Die Weltverbesserer «Die Weltverbesserer» und das Geld

Ob Nothilfe auf der Balkanroute, Unfallchirurgie in Äthiopien oder ein Dorfneubau in Mustang – alle unsere Protagonisten sind auf Spenden angewiesen. Denn die Welt verbessern, hat seinen Preis, und alle Protagonisten sind gegenüber den Spendern zu Transparenz verpflichtet.

Legende: Video Ohne Spendengelder geht nichts abspielen. Laufzeit 02:06 Minuten.
Aus DOK - Die Weltverbesserer vom 07.11.2016.
Legende: Video Besprechung bei «Borderfree Association» abspielen. Laufzeit 01:46 Minuten.
Aus DOK - Die Weltverbesserer vom 16.12.2016.

Vanja Crnojević, die Geschäftsführerin der «Borderfree Association», steht in der Öffentlichkeit für den Verein. Die Organisation spricht vor allem junge SpenderInnen zwischen 25 und 35 Jahren an. Der Verein sammelt über verschiedene Events – vom Kuchenverkauf bis zur Bar an einem Stadtfest – Spenden. Miriam Fischer ist für das «Privat Fundraising» verantwortlich. Sie erstellt Flyers, den Newsletter und ruft zu gezielten Spenden-Aktionen über Social Media auf. Die Anerkennung als gemeinnützige Organisation und somit zur Steuerbefreiung ist beim Steueramt in Arbeit und wird auf Ende Jahr erwartet – dann kann auch das Firmenfundraising intensiviert werden.

Legende: Video Vortrag über Sam Dzong abspielen. Laufzeit 01:28 Minuten.
Aus DOK - Die Weltverbesserer vom 16.12.2016.

Der Fotograf Manuel Bauer sammelt Spendengelder für die Umsiedelung von Sam Dzong auf traditionelle Art. Er hält Vorträge, beispielsweise im Volkshaus in Zürich. Dabei erzählt er dem Publikum von den neuesten Entwicklungen seines Umsiedlungsprojekts in Mustang und dokumentiert das mit seinen Fotos. Ausserdem macht er Fotoausstellungen zum Thema und veröffentlicht seine Bilder in Magazinen. Allerdings kann die Öffentlichkeit auch zur Belastung werden. So erklärt er im Rahmen seines Auftritts im Zürcher Volkshaus auch, dass er sich unter Druck fühle, je grösser die Öffentlichkeit werde.

Legende: Video Treffen mit Sponsoren abspielen. Laufzeit 01:31 Minuten.
Aus DOK - Die Weltverbesserer vom 16.12.2016.

Der Gründer des «Gostar-Projekts», Jörg Peltzer, hat eine ganz eigene Art, Spendengelder zu sammeln. Er bietet eine Fahrradtour durch Äthiopien an, an deren Ende ein Besuch der Unfallchirurgie in Jimma steht. Die Teilnahme kostet 20’000 Franken. So bringt er eine Million zusammen, mit der er das Spital zwei Jahre lang betreiben kann. Für seinen Traum, ein modernes Ausbildungszentrum für Unfallchirurgie aufzubauen, fehlen ihm allerdings noch 15 Mio. Franken. Und: aktuelle politische Unruhen verunmöglichen dieses Jahr eine Radtour durch Äthiopien. Er muss ausweichen auf Tansania und Sansibar.

Zudem verfügt Jörg Peltzer über gute Beziehungen, unter anderem zur Westschweizer Uhrenindustrie. Der bekannte Mäzen Hansjörg Wyss, hat einen Teil des neuen Gästehauses in Jimma bezahlt. Ausserdem hält er Vorträge vor potentiellen Spendern wie Lions Club. Im Gegensatz zu ihm ist Oberärztin Melanie Holzgang nur dem Projekt «Gostar» verpflichtet. Für die 33-Jährige ist das Rampenlicht ungewohnt, aber für die gute Sache engagiert sie sich auch nach aussen.

«Die Weltverbesserer»

Alles zu den Protagonisten und den 5 Folgen.