Die Weltverbesserer – Folge 2

Die Weltverbesserer, Folge 2

  • Freitag, 2. Dezember 2016, 21:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 2. Dezember 2016, 21:00 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Samstag, 3. Dezember 2016, 5:45 Uhr, SRF 1
    • Sonntag, 4. Dezember 2016, 14:10 Uhr, SRF 1

In Sam Dzong in Nepal läuft nicht alles, wie sich Manuel Bauer das vorgestellt hat. Die Umsiedlung ist ein logistisches Mammutprojekt. In Äthiopien ist Ärztin Melanie Holzgang froh um den fachmännischen Austausch per Handy mit den Kollegen in der Schweiz, sie braucht eine Zweitmeinung.

Der renommierte Winterthurer Fotograf Manuel Bauer hat sich zum Ziel gesetzt, in Nepal ein ganzes Dorf umzusiedeln, weil der Klimawandel das Weiterleben auf 4000 Metern verunmöglicht. In dieser Folge besucht er den jüngsten Dorfbewohner von Sam Dzong, Tsering Dondhup. Er kam vor kurzem unter schwierigen Bedingungen zur Welt, da es in dieser abgeschiedenen Gegend der Welt kaum medizinische Hilfe gibt. Manuel Bauer überbringt den frischgebackenen Eltern ein Geschenk aus der Schweiz. Er zeigt ihnen die Fotos, die er in einer Reportage des Magazin veröffentlicht und so Spendengelder für sein Umsiedelungsprojekt gesammelt hat. Als Bauer mit seinem engsten Mitarbeiter und Freund Lama Ngawang die Landfrage für das neue Dorf klären will, sind bereits Ingenieure vor Ort, und es fahren Baumaschinen vor, die Lama Ngawang organisiert hat. Manuel Bauer fühlt sich übergangen. Mit offenen Fragen kehrt er in die Schweiz zurück.

Melanie Holzgang, die eigentlich als Oberärztin in Uster arbeitet, ist alleine verantwortlich für die Unfallchirurgie im Universitätsspital von Jimma. Jeden Tag muss sie entscheiden, wer operiert werden kann. Bisweilen holt die 33-Jährige auch per Handy bei ihren Kollegen in der Schweiz eine Zweitmeinung ein. Die Unfallchirurgie ist heillos überbelegt. Und doch gibt es Tage, an denen die Chirurgin nicht zum Operieren kommt, weil die raren Operationstische von Notfällen anderer Abteilungen belegt sind. Als der Gründer des «Gostar-Projekts», Chefarzt Jörg Peltzer, in Jimma eintrifft, entdeckt er beim ersten Rundgang ein Kind, das mit dem Tode ringt. Nach einer Armverletzung suchten seine Eltern Hilfe beim Dorfschamanen.

Im serbisch-mazedonischen Grenzstädtchen Preševo hilft Vanja Crnojevićmit ihrem Verein «Borderfree Association» Flüchtlingen auf der Balkanroute. Die 36-Jährige setzt sich für eine siebenköpfige Familie aus Syrien ein, die drei schwer behinderte Kinder im Rollstuhl hat. Mit der tatkräftigen Unterstützung ihrer Freiwilligen will sie ihr die Weiterreise mit dem Zug ermöglichen. Aber die Plätze sind begehrt und das Gedränge gross. Für die Volontäre sucht Vanja Crnojević bessere Unterbringungsmöglichkeiten. Ein Haus, das sie anschaut, ist in einem chaotischen Zustand, aber Vanja lässt sich nicht beirren.