Die Weltverbesserer – Folge 3

Die Weltverbesserer, Folge 3

  • Freitag, 9. Dezember 2016, 21:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 9. Dezember 2016, 21:00 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Samstag, 10. Dezember 2016, 5:45 Uhr, SRF 1
    • Sonntag, 11. Dezember 2016, 14:10 Uhr, SRF 1

Alle Protagonisten der «DOK»-Serie «Die Weltverbesserer» sind beseelt von ihrer Vision, etwas bewegen zu können. Sie sind bereit, viel Zeit für ihren Traum zu investieren und sie nehmen ein eingeschränktes Privatleben in Kauf.

Vanja Crnojević, die als Zwölfjährige wegen des Balkankriegs in die Schweiz kam, macht mit ihrem 10-jährigen Sohn Noel einen Ausflug. Sie besuchen den Bauernhof einer Volontärin, die ein Kälbchen nach dem Namen des Vereins «Borderfree» und eines Preševo, nach dem Namen des serbischen Einsatzortes, getauft hat. Für die Volontärin war der Einsatz so wichtig, dass sie bald wieder gehen will. Auf dem Nachhauseweg telefoniert Vanja, wie so oft, mit den Freiwilligen in Serbien. Ihr Sohn hat sich daran gewöhnt, dass sich seine Mutter in zwei Welten bewegt. Bald reist sie wieder ab, dieses Mal nach Griechenland, wo in Idomeni ein wildes Flüchtlingscamp entstanden ist. Hier hilft sie den Menschen, die alles verloren haben. Sie kauft für drei Familien Lebensmittel ein, dabei kommt es zu turbulenten Szenen und Vanja Crnojević muss Lehrgeld zahlen.

Auch der Fotograf Manuel Bauer muss sich sein Privatleben gut organisieren. In der Schweiz betreut er, so oft er kann, seine beiden Kinder. Sein Projekt in Nepal, ein Dorf umzusiedeln, ist aber auch hier immer präsent, und die Solidarität im Kleinen wie im Grossen gehöre für ihn zum Leben, sagt er. Im Atelier in Winterthur bereitet er sich auf seine nächste Reise nach Nepal vor. Er ist erleichtert. Die Bauarbeiten für das neue Dorf, das den Menschen von Sam Dzong ein neues Zuhause bieten soll, haben begonnen. Jetzt sieht er die Baustelle des neuen Dorfes, auf das er Jahre hingearbeitet hat, zum ersten Mal. Vor Ort wird klar, es gibt noch viel zu tun und nicht alles ist so, wie er es erwartet hat.

In der äthiopischen Stadt Jimma behandeln Jörg Peltzer, der Gründer des «Gostar-Projekts» und seine ehemalige Assistenzärztin Melanie Holzgang Patienten in der Unfallchirurgie. Die Vielfalt der Fälle erstaunt Peltzer, der seit 17 Jahren in Äthiopien praktiziert, bis heute. Er behandelt beispielsweise einen Jungen, der beim Baden von einem Flusspferd gebissen wurde. Bei der Operation von Rehima, einem 9-jährigen Mädchen, geht es um Leben und Tod. Sie hat eine schwere Blutvergiftung. Der Arm muss amputiert werden, damit das Mädchen überlebt. Seinem Vater diesen Eingriff zu erklären, ist schwierig, weil er um die Zukunft seines Mädchens bangt, das mit einer Behinderung kaum Aussicht auf eine eigene Familie hat. Gleichzeitig treibt Peltzer seine Vision einer modernen Unfallchirurgie weiter.

Artikel zum Thema