Der Neandertaler in uns – 40‘000 Jahre altes Erbgut entziffert

  • Samstag, 8. Mai 2010, 12:40 Uhr
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Das Erbgut des Neandertalers ist entziffert. Sein Vergleich mit dem Erbgut des modernen Menschen zeigt zweifelsfrei: ein bisschen Neandertaler steckt jedem von uns.

Weitere Themen:

Herschelteleskop beobachtet erste Sternengeburten.

Neue Vulkanaschegrenzwerte für die Luftfahrt.

Beiträge

  • Der Blick auf Sternengeburten

    Genau ein Jahr schon kreist das europäische Herschel-Spiegelteleskop - zusammen mit der Erde - um die Sonne. Am ersten grossen Herschel-Symposium im holländischen Nordwijk haben 400 Wissenschaftler diese Woche berichtet, was sie dank Herschels Daten in den Weiten des Kosmos bisher entdeckt haben.

    Das super-sensible Hightech-Gerät kann, wozu bisher noch kein Teleskop imstande war: Es streckt seine Fühler im Fernen Infrarot- und Submillimeter-Bereich aus - einer Wellenlänge, die bisher noch unerforscht war.

    Herschel öffnet damit den Astronomen und Kosmologen ein neues Fenster ins All. Ein Fenster mit Aussicht auf bisher unsichtbare Sternengeburten und Galaxienkerne.

    Katharina Bochsler

  • Gefahr der Vulkanasche überschätzt

    Noch immer ist der isländische Vulkan Fiallajökul aktiv. Er war auch Thema an der jährlichen Konferenz der Erdwissenschaftler in Wien. Quasi in letzter Minute interpretierten Experten an dieser Konferenz neueste Untersuchungen des isländischen Vulkanstaubs.

    Die Vulkanasche hatte Mitte April den Luftraum über Europa mehrere Tage lang lahmgelegt. Zehn Millionen Flugpassagiere strandeten, die Luftfahrtindustrie spricht von Ausfällen von etwa zwei Milliarden Euro.

    Die Wissenschaftler in diskutierten natürlich über die Frage, ob die im April ergriffenen Massnahme - das totale Flugverbot - angemessen war. Nach neuesten Untersuchungen der Gefahr kamen sie dabei zum Schluss, dass die Flugzeuge früher wieder hätten fliegen können.

    Dagmar Röhrlich

  • Auch wir sind noch Neandertaler

    Menschen und Neandertaler haben sich doch vermischt. Zu diesem Schluss kommen Forscher, die grosse Teile des Neandertaler-Erbguts entziffert und analysiert haben. Bis zu vier Prozent unserer Gene stammen demnach von dem populären Urmenschen ab.

    Für seine im Fachmagazin «Science» publizierte Studie entnahm ein internationales Forscherteam Erbgut aus Knochen mehrerer Neandertaler und verglich Teile davon mit dem Genom heutiger Menschen.

    Es stellte sich heraus, dass moderner Mensch und Neandertaler einander genetisch näher stehen als bislang vermutet.

    Was sich genau ergeben hat aus der neuen Studie, das erklärt der Zürcher Paleoanthropologen Christoph Zollikofer.

    Christian Heuss