Neuer Wohlstandsindex soll BIP ablösen

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  • Neuer Wohlstandsindex soll BIP ablösen

    Seit Jahrzehnten gilt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) als Massstab für den Wohlstand von Ländern. Doch es regt sich zunehmend Kritik an diesem ausschliesslich ökonomisch ausgerichteten Index.

    Am Nachhaltigkeitsgipfel in Rio lanciert die UNO nun einen «umfassenden Wohlstandsindex», der das BIP erweitern soll.

    «Der Indikator BIP ist überholt. Er wurde um 1940 in den USA entwickelt, in Zeiten des wirtschaftlichen Zusammenbruchs. Damals machte es Sinn, das Wirtschaftswachstum als Messgrösse für den Wohlstand zu verwenden», sagt Pablo Muñoz von der Universität der Vereinten Nationen in Bonn.

    Thomas Häusler

  • Hightech-Wracksuche führt zu Sensationsfund

    Der Fund war eine Sensation: Nachdem sie zwei Jahrzehnte danach gesucht hatten, entdeckten Taucher 2011 das Wrack der «Mars». 1564 war das Flaggschiff der schwedischen Kriegsflotte vor der Ostseeinsel Öland von einer dänischen Armada versenkt worden.

    Die «Mars» war das grösste Kriegsschiff seiner Tage. Als die Taucher das Wrack zum ersten mal sahen, waren sie erstaunt, wie gut die fast 500 Jahre alten Teile erhalten sind.

    Die Ostsee gab den Schatz nicht freiwillig preis: Aufgespürt haben die Forscher das Wrack der Mars mit hochmodernen Sonargeräten, und für den Tauchgang zu ihm hinunter braucht es Extremtaucher.

    Frank Grotelüschen

  • Effizientere Früherkennung von Schizophrenie

    Die Schizophrenie ist eine der schwersten psychischen Krankheiten überhaupt. In der Regel bricht die Krankheit sehr früh aus - in der Jugend oder im frühen Erwachsenenalter. Eine grosse Übersichtsstudie zeigt nun, dass sich Schizophrenie sich auch schon früh erkennen lässt.

    Die Studie umfasst über 2000 Personen, die noch nicht krank waren, aber wegen verschiedener Aufmerksamkeits- und Gedächtnisprobleme einen Arzt aufgesucht hatten. Das internationale Forschungsteam, das die Studie ausgewertet hat, kann nun einige besonders frühe Symptome für Schizophrenie benennen.

    Studienleiter Stefan Borgwardt von den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel erklärt die Resultate.

    Katharina Bochsler