«Stress and the City»: Städter ticken anders

  • Samstag, 25. Juni 2011, 12:40 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 25. Juni 2011, 12:40 Uhr, DRS 2
  • Wiederholung:
    • Samstag, 25. Juni 2011, 14:36 Uhr, DRS 4 News
    • Sonntag, 26. Juni 2011, 0:06 Uhr, DRS 4 News
    • Sonntag, 26. Juni 2011, 3:33 Uhr, DRS 4 News
    • Sonntag, 26. Juni 2011, 6:06 Uhr, DRS 4 News
    • Sonntag, 26. Juni 2011, 11:33 Uhr, DRS 4 News
    • Sonntag, 26. Juni 2011, 19:30 Uhr, DRS 2
    • Sonntag, 26. Juni 2011, 22:36 Uhr, DRS 4 News

Beiträge

  • «Stress and the City»: Städter ticken anders

    In der Stadt zu leben bringt viele Vorteile. Kino, Theater, Kaffees sind gleich um die Ecke, der öffentliche Verkehr bringt einen rasch überall hin. Jedoch sind Städter häufiger psychisch krank als Menschen, die auf dem Land leben. Eine neue Studie gibt Aufschluss.

    Dass Städter etwa zwei bis dreimal häufiger an Schizophrenie erkranken und anfälliger auf Depressionen und Angsterkrankungen sind, als die Landbevölkerung, haben schon verschiedene Studien in der Vergangenheit gezeigt. Warum das so ist, war bisher Spekulation. Man vermutete: Städter sind gestesster.

    Städter sind gestresster

    Wissenschaftler aus Kanada und Deutschland haben nun ein Experiment mit deutschen Versuchspersonen durchgeführt, das soeben in der Fachzeitschrift «Nature» publiziert wurde. Dabei haben sie die Versuchspersonen sie unter Stress gesetzt und dann verschiedene Hirnregionen gemessen. Bei Stress bestroffen war das Hirnareal Amygdala. Die Amygdala war stärker aktiv, wenn die Versuchspersonen aktuell in einer grösseren Stadt lebten, als wenn sie in in einer kleineren Stadt oder auf dem Land wohnten, erklärt der Mitautor der Studie und Direktor des Zentralinstituts für seelische Gesundheit in Mannheim, Andreas Meyer-Lindenberg.

    Pascal Biber

  • Schach spielen mit reiner Gedankenkraft

    An zahlreichen Instituten arbeiten Wissenschaftler an einer technischen Revolution: Sie entwickeln Maschinen, die sich allein durch Gedanken steuern lassen. Forschern der TU Berlin ist es jetzt gelungen, ein solches Computer-Schachspiel zu programmieren.

    Ein Mensch tritt gegen einen Rechner im Schachspiel an. Das Besondere an diesem Experiment: Die Versuchsperson steuert das Schachspiel allein mit Gedankenkraft - physische Bewegungen sind nicht notwendig. Die Wissenschaftler hoffen, auf diesem Weg Methoden entwickeln zu können, mit denen sich Hirnaktivitäten elektronisch auslesen lassen. So könnten zum Beispiel gelähmte Menschen einen Rollstuhl steuern.

    Thomas Gith

  • Knatsch um den Kiebitz

    Schon seit über einem Jahr begleitet «Wissenschaft DRS 2» das Renaturierungsprojekt Hechtenloch im Aaretal. Wo früher Mais wuchs, ist heute ein Feuchtgebiet entstanden - Lebensraum für wilde Orchideen, bedrohte Amphibien und den Kiebitz.

    Doch just dieser scheue Vogel brach dieses Jahr seine Brut ab.

    Ornithologen schieben die Schuld den Botanikern in die Stiefel, die den Kiebitz mit ihrer Jäterei verscheucht hätten. Die Botaniker wiederum weisen darauf hin: Ohne Pflege geht das Feuchtgebiet wieder verloren. Ein exemplarischer Interessenskonflikt des Naturschutzes.

    Doris Rothen