Neue Gesichter bei «Wort zum Sonntag»

Die fünf Theologinnen und Theologen gehören verschiedenen Konfessionen an und werden abwechselnd in der Traditionssendung am Samstagabend um 20 Uhr auf SRF 1 zu sehen sein.

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Bildlegende: Neue Gesichter bei «Wort zum Sonntag» SRF

So vielfältig und international wie die Schweiz selbst ist auch ihre kirchliche Landschaft. Das spiegelt sich im neuen Team für das «Wort zum Sonntag» wider, für das zwei Frauen und drei Männer gewonnen werden konnten. In schönstem Berndeutsch kommt Christoph Jungen daher; er hat ein reformiertes Pfarramt in der Berner Gemeinde Stettlen inne. Seine reformierte Kollegin ist Catherine McMillan, Pfarrerin in Dübendorf bei Zürich mit schottisch-amerikanischen Wurzeln und Schweizer Pass. Einen niederländischen Akzent wird man beim christkatholischen Sprecher Peter Feenstra vernehmen, der für seine Frau in die Schweiz gezogen ist und als Pfarrer im aargauischen Magden wirkt. Die beiden römisch-katholischen Teammitglieder sind in der Schweiz geboren und aufgewachsen und sammelten in ihren Studienjahren Auslandserfahrung: Edith Birbaumer studierte unter anderem in Wien und ist heute wieder in ihrer Heimat Luzern als Seelsorgerin tätig. Arnold Landtwing führte das Studium bis nach Rom; heute wirkt er als Informationsbeauftragter für das Generalvikariat Zürich-Glarus.

Die Sendung «Wort zum Sonntag» hat seit 1954 ihren festen Platz im Fernsehprogramm und gehört damit zu den ältesten Sendungen des Schweizer Fernsehens. Die Publikumsresonanz zeigt, dass die Sendung als Angebot des Service public nach wie vor sehr gefragt ist. Die neuen Sprecherinnen und Sprecher übernehmen die anspruchsvolle Aufgabe, in knapp vier Minuten aktuelle Fragen zu kommentieren oder zu gesellschaftlichen Debatten Stellung zu nehmen. Das Team wurde in enger Zusammenarbeit mit den Landeskirchen und den durch sie beauftragten kirchlichen Mediendiensten ausgewählt.

Das neue Team wird die derzeitigen Sprecherinnen und Sprecher des «Wort zum Sonntag» Katja Wiβmiller (römisch-katholisch), Sibylle Forrer (reformiert), Meinrad Furrer (römisch-katholisch), Martin Kuse (reformiert) und Ioan Livius Jebelean (christkatholisch) ablösen.

Catherine McMillan wurde 1961 in Schottland geboren und wuchs in den USA auf. Sie studierte in Montpellier, Strassburg, Heidelberg, Tübingen und Richmond Theologie. Nach zehn Jahren als Pfarrerin im Bezirk Konstanz in Deutschland zog sie 2003 in die Schweiz und übernahm eine Landpfarrstelle in Brunnadern SG. Nun ist sie Pfarrerin der reformierten Kirchgemeinde Dübendorf ZH und Reformationsbotschafterin der Zürcher Landeskirche. Sie ist verheiratet, vierfache Mutter und auch Grossmutter.

Catherine McMillan posiert für ein Foto. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Catherine McMillan SRF

«  Ich möchte christliche Werte neu erklären und sie mit den Geschichten, die das Leben schreibt, verbinden. In einer Zeit, die von Umwälzungen und Unsicherheiten geprägt ist, möchte ich zu einem Klima der Hoffnung und des gegenseitigen Verstehens beitragen. »

Christoph Jungen, geboren 1956, wuchs am Rande des Emmentals auf und studierte später in Bern und in den USA Theologie. Seit diesen Studienjahren sind ihm die weltweite Kirche, die Anliegen der Ökumene sowie grenzüberschreitende Beziehungen und Solidarität wichtig geblieben.
Er ist dank seiner Patchworkfamilie mit insgesamt fünf erwachsenen Kindern und bereits mehreren Grosskindern eng verbunden. Als Pfarrer ist er in der Berner Gemeinde Stettlen und punktuell in der theologischen Ausbildung bernischer Katechetinnen und Katecheten, Sozialdiakone und Laienpredigerinnen tätig.

Christoph Jungen blickt in die Kamera. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Christoph Jungen SRF

«  Glaube ist nicht Wissen, aber man muss eine ganze Menge verstehen, um vernünftig glauben zu können. Es ist spannend, im eigenen Leben, in der Welt und der Kirche unterwegs zu sein. Auf diese Entdeckungsreise würde ich andere gerne mitnehmen! »

Edith Birbaumer, geboren 1982, hat in Freiburg im Üechtland und Wien sowohl Theologie als auch Sozialarbeit und Sozialpolitik studiert. Danach arbeitete sie vier Jahre als Pastoralassistentin in Cham ZG. Seit 2013 begleitet sie als Seelsorgerin im Pflegeheim Steinhof in Luzern alte wie junge Pflegebedürftige und deren Angehörige, bietet Gespräche, christliche Zeichenhandlungen oder im Todesfall auch Abschiedsfeiern an. Parallel übernimmt sie einem 30-Prozent-Pensum als Pastoralassistentin Aufgaben in der Pfarrei St. Paul. Berufsbegleitend hat sie das Masterstudium «Altern und Gesellschaft» an der Hochschule Luzern absolviert.

Edith Birbaumer blickt in die Kamera. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Edith Birbaumer SRF

«  Das Leben aus einer christlichen Optik zu betrachten, hilft mir, innerlich gelassen zu sein und mich nach aussen und auch für andere zu engagieren. »

Arnold Landtwing wurde 1962 geboren und wuchs in Zürich auf. Er studierte in Chur und Rom Theologie. Neben langjähriger seelsorgerlicher Tätigkeit eignete er sich an der Schweizer Journalistenschule MAZ eine Ausbildung in professioneller Öffentlichkeitsarbeit an und liess sich an der Fachhochschule für Sozialarbeit in Bern zum Mediator ausbilden. Er wirkte als Seelsorger, leitete ein Internat und war als Religionslehrer tätig. Seit 2013 ist Arnold Landtwing als Informationsbeauftragter des Generalvikars für die Kantone Zürich und Glarus crossmedial in der Kommunikation anzutreffen. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

Arnold Landtwing blickt in die Kamera. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Arnold Landtwing SRF

«  Wir alle sind analog geboren, digital unterwegs und himmlisch beheimatet. Im Alltag ein paar Minuten innehalten und in sich hineinhorchen hilft, wieder wesentlich zu werden. »

Peter Feenstra wurde 1962 in Schiedam, Niederland, geboren. Er studierte Theologie in Utrecht, war Vikar in Bonn und danach Pfarrer in Arnheim, Haarlem und im Kanton Bern. Zurzeit ist er Pfarrer der christkatholischen Kirchgemeinde Magden-Olsberg im Kanton Aargau. Mehrfach war er im Dialog verschiedener Konfessionen engagiert. In seiner Freizeit arbeitet er an einer Doktorarbeit über Strukturen der christlichen Predigt. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter.

Peter Feenstra blickt in die Kamera. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Peter Feenstra SRF

«  Religion ist für mich ein Kraftfeld, in dem ich mich über vieles wundere oder sogar empöre, mich aber auch amüsiere und in entscheidenden Augenblicken aufgerüttelt werde, meine Auffassungen zu überdenken. Von all dem möchte ich etwas teilen. »