Aufzeichnungen eines Wahnsinnigen: 11. November

Der berühmte russiche Dichter Nikolaj Gogol schrieb 1835 eine Erzählung mit dem Titel «Aufzeichnungen eines Wahnsinnigen». Darin geht es um die Tagebuch-Einträge von Titularrat Poprischtschin. Dieser flüchtet vor der Realität in seine eigene Welt.

Die Aufzeichnungen Poprischtschin zeigen, wie Minderwertigkeits-Gefühle in Grössenwahn umschlagen können. Im Beruf unterdrückt und gedemütigt, in der Liebe den hoffnungslosen Gefühlen der Zuneigung für die Tochter seines höchsten Vorgesetzten verfallen, zieht er sich mehr und mehr aus der Gesellschaft zurück.

Der Autor

Nikolai Wassiljewitsch Gogol wurde am 1. April 1809 in der Ukraine geboren. 1828 siedelte er nach St. Petersburg über und versuchte sich als Beamter und Lehrer. Mit seinen ersten volkstümlichen Erzählungen erwarb sich Gogol 1831/32 grosse Anerkennung. 1848 unternahm Gogol eine Pilgerreise nach Jerusalem. Vier Jahre später starb er in Moskau.

Moderation: Rico Herold, Redaktion: Jill Esther Keiser