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Wissen Das ABC des Eiskunstlaufens

Eine Eiskunstläuferin muss viele Sprünge, Drehungen, Pirouetten und Schritte beherrschen. Zudem hat jede Figur einen speziellen Namen. Hier findest du einige wichtige Begriffe zur hohen Kunst des Eiskunstlaufens.

Ein Eiskunstlauf-Wettkampf besteht immer aus zwei Teilen:

  • Bei der Kür darf der Läufer oder die Läuferin frei wählen, was sie der Jury vorzeigen möchte. Einzig die Anzahl an Sprüngen, Pirouetten und Schrittfolgen ist vorgegeben. Eine Kür darf bei den Männern nicht länger als 4 Minuten und 30 Sekunden gehen, bei den Frauen nicht länger als 4 Minuten.
  • Beim Kurzprogramm sind die Elemente alle vorgegeben und müssen auch ausgeführt werden. Nur die Reihenfolge darf dabei frei gewählt werden.

Die Pirouette
Als Pirouetten werden schnelle Drehungen auf einem Bein um die eigene Achse an Ort und Stelle bezeichnet. Dabei gibt es drei Typen: Die Steh-, die Sitz- und die Waagepirouette. Je näher die Arme und Beine am Körper sind, desto schneller dreht sich die Läuferin dabei.

Der Sprung
Beim Eiskunstlaufen gibt es sechs unterschiedliche Grundsprünge. Je öfter du dich bei einem Sprung um die eigene Achse drehst, desto schwieriger ist der Sprung.

  1. Axel
    Beim Axel fährt der Eiskunstläufer rückwärts auf dem rechten Bein an. Mit dem linken Bein holt der Läufer Schwung und spring dann mit dem linken Fuss ab. Nach der Drehung in der Luft landet er rückwärts auf seinem rechten Fuss.
  2. Lutz
    Die Läuferin springt rückwärts mit dem linken Bein ab. Dabei hilft sie mit dem rechten Bein mit, in dem sie die Kufenspitze auf den Boden tippt. Das Schwierige ist die Drehung: Beim Lutz dreht sich die Läuferin gegen die natürliche Laufrichtung. Gelandet wird rückwärts auf dem rechten Fuss.
  3. Rittberger
    Wieder läuft der Eiskunstläufer rückwärts auf dem rechten Bein an. Im Unterschied zum Axel springt er diesmal mit dem rechten Bein ab. Nach einer Drehung landet er wieder rückwärts auf dem rechten Fuss.
  4. Toeloop
    Der Toeloop funktioniert genau gleich wie ein Rittberger. Nur hilft das linke Bein beim Absprung mit, indem die linke Kufenspitze in den Boden einhackt und so die Drehung und den Absprung unterstützt.
  5. Salchow
    Beim Salchow springt die Eiskunstläuferin rückwärts mit dem linken Fuss ab. Das rechte Bein hilft, mit dem Schwung die Drehung auszuüben. Am Ende landet sie auf dem rechten Fuss rückwärts.
  6. Flip
    Wie beim Salchow wird rückwärts auf dem linken Bein abgesprungen und rückwärts auf dem rechten Bein gelandet. Doch beim Flip schwingt das rechte Bein nicht, sondern hackt mit der Kufenspitze in den Boden und hilft so bei der Drehung.

Das Bewertungssystem
Jede Kür und jedes Kurzprogramm wird von einer Jury mit den Noten 1-10 bewertet. Jeder Richter beurteilt dabei verschiedene Punkte: Die Schwierigkeit der Sprünge, das Gesamtprogramm, die Ausführung oder die Verbindungsstücke der einzelnen Elemente. Bei Fehlern in der Kür oder dem Kurzprogramm werden Punkte bei der Gesamtnote abgezogen.

Auch Eiskunstläuferin Elina erhält in Wettbewerben oft Bestnoten. In «Mein Hobby» erzählt sie dir von ihrer grossen Leidenschaft:

Legende: Video Elina ist eine wahre Eisprinzessin abspielen. Laufzeit 03:12 Minuten.
Aus Mein Hobby vom 21.10.2018.