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Wissen Jürg, der «Controller»

Er sitzt im höchsten Gebäude am Flughafen Kloten in Zürich und behält jederzeit den Überblick: Bei seiner Arbeit am Flughafen überwacht Jürg Grossenbacher mit 24 Bildschirmen das ganze Rollfeld. Im Interview mit «Zambo» erklärt er, was das Schönste an seinem Beruf ist.

Reporter Marc mit Jürg im Interview
Legende: Flughafen-Reporter Marc quetscht Jürg mit seinen Fragen aus. SRF

«Zambo»: Was macht ein «Controller»?
Jürg Grossenbacher: Wir sind verantwortlich für den ganzen Rollverkehr. Das heisst: Nach der Landung führen wir das Flugzeug via Funk zum richtigen Standplatz oder navigieren es über das ganze Rollfeld bis zur entsprechenden Startpiste. Aber wir geben keine Start- und Landeerlaubnis. Die wird von der «Skyguide» erteilt. Diese haben ihren Kontrollraum ein Stockwerk über uns.

Was genau beobachtest du die ganze Zeit auf den Bildschirmen?
Wir beobachten das gesamte Rollfeld des Flughafens. Weil wir vom Turm aus aber nicht das ganze Rollfeld sehen können, haben wir 24 Bildschirme vor uns. So sehen wir alles live und beobachten jede Bewegung der Flugzeuge. Wenn die Sicht beispielsweise durch den Nebel zu schlecht wird, arbeiten wir mit einem «Bodenradar». Dank diesem wissen wir, wo das Flugzeug ist, auch wenn wir es nicht direkt sehen können.

Was ist nebst der Liebe zur Fliegerei das Allerwichtigste für diesen Job?
Du brauchst ein sehr gutes Koordinationsgeschick und musst sehr belastbar sein. Es kann oft sehr stressig werden und da musst du die Nerven behalten. Natürlich musst du Englisch sprechen können.

Die verschiedenen Stimmungen am Himmel sind manchmal traumhaft!
Autor: Jürg Grossenbacher«Controller» am Flughafen Zürich

Reicht da mein Schulenglisch oder gibt es spezielle Ausdrücke?
Es gibt sogar ein spezielles Fliegeralphabet! Einem «A» sagen wir «Alpha», «B» «Bravo» und so weiter. Zusätzlich gibt es spezielle Ausdrücke, die es nur in der Fliegerei gibt. Im normalen Englisch würdest du für das Verb «rollen» den Begriff «roll» verwenden. Im «Flieger-Englisch» wird «rollen» mit «taxi» übersetzt. Diese Begriffe musst du lernen, auch wenn du das normale Schulenglisch kennst. Dieses «Flieger-Englisch« und das spezielle Alphabet gelten überall auf der Welt. So können Missverständnisse vermieden werden. Damit das so bleibt, muss ich sogar alle drei Jahre an eine Englischprüfung und diese bestehen!

Was ist das Schönste an deinem Beruf?
Das Allerschönste ist, wenn du am Abend von der Arbeit nach Hause kommst und es den ganzen Tag keinen Zwischenfall gab. Was hier im Tower natürlich auch traumhaft schön ist, sind die verschiedenen Stimmungen am Himmel. Die Aussicht ist einfach toll.

«Zambo» am Flughafen

Zusammen mit Kinderreporter Marc (Rega205) erkundete «Zambo» den Flughafen Zürich. Eine ganze Woche haben wir darüber berichtet. Hast du eine Sendung verpasst? Dann kannst du sie hier nachhören: