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Zamboskop Neu im Einsatz: Der Video-Beweis

Zum ersten Mal wird an einer Weltmeisterschaft der Video-Beweis eingesetzt. Prompt wird er in vielen Spielen zu einem wichtigen Faktor. Doch wie funktioniert er genau? «Zambo» erklärt es dir.

Video-Assistenten Raum
Legende: In diesem Raum sehen sich der Video-Assistent und die drei Schiedsrichter das Spiel an. Jede Szene wird genau unter die Lupe genommen und neu beurteilt. Keystone

Im Fussball wird oft über den Schiedsrichter reklamiert, weil dieser falsch gepfiffen hat. Viele Spiele sind durch solche Fehlentscheide entschieden worden. Nun hat der Weltfussballverband Fifa den Video-Beweis eingeführt. Dieser unterstützt die Schiedsrichter in schwierigen Situationen.

Wieso heisst es «Video-Beweis»?

Bei allen WM-Spielen sitzt der Video-Assistent in Moskau in einem Raum mit mehreren Bildschirmen. Auf diesen Bildschirmen schaut er sich das Spiel ganz normal an. Sobald er einen Fehlentscheid des Schiedsrichters bemerkt, meldet sich der Video-Assistent und der Schiedsrichter bekommt eine Meldung auf sein Headset. Am Spielfeldrand steht ebenfalls ein Bildschirm. Dort schaut sich der Schiedsrichter die Szene genauer an und entscheidet danach neu darüber.

Schiedsrichter schaut sich den Video-Beweis an
Legende: Ist es wirklich Abseits oder nicht? Beim Spiel Südkorea gegen Deutschland schaut sich der Schiedsrichter die Szene ganz genau an. Er entscheidet: Kein Abseits, der Treffer zählt. Keystone

Wer ist der Video-Assistent?

Die Fifa hat vor der WM 2018 verschiedene Video-Assistenten erkoren. Pro Spiel ist immer einer dieser Assistenten im Einsatz. Allein ist er nicht, er wird von drei weiteren Personen im Video-Raum unterstützt. Diese drei sind normale Schiedsrichter, die normalerweise auf dem Fussballplatz stehen.

Wann darf der Video-Assistent eingreifen?

Er darf nur eingreifen, wenn eine der vier Situationen eintrifft:

  • Wenn ein Team ein Goal erzielt hat, das nicht zählen dürfte. Zum Beispiel, wenn das Goal mit der Hand oder aus einer Abseitsposition erzielt wurde.
  • In einer Situation mit einer roten Karte hilft der Assistent dem Schiri zu entscheiden, ob es wirklich eine rote oder nur eine gelbe Karte ist.
  • Immer, wenn es einen Penalty gibt oder einen geben sollte, greift der Video-Assistent ein.
  • Wenn der Schiri aus Versehen einen Spieler verwechselt, gibt ihm der Video-Assistent Bescheid. So erhält der richtige Spieler die Karte.

Bei strittigen Szenen darf der Schiedsrichter auch von sich aus beim Video-Assistenten nachfragen. Doch egal, was dieser sagt: Die Entscheidung trifft zum Schluss der Schiedsrichter, nicht der Video-Assistent.

Torlinientechnik

Ebenfalls neu an dieser WM ist die Torlinientechnik. Diese hilft dem Schiri zu entscheiden, ob der Ball im Tor war oder nicht. Sobald der Fussball über die Torlinie rollt, erhält der Schiri eine Nachricht auf seine Armbanduhr, dass der Ball drin war.

Torlinientechnik
Legende: So ist es für den Schiedsrichter sehr viel einfacher zu sehen, ob der Ball drin war oder nicht. Die Uhr verrät es ihm. Keystone