Sendungsporträt

Zum ersten Mal überhaupt hat das Internationale Komitee vom Roten Kreuz IKRK für das Fernsehen ein Jahr lang seine Türen geöffnet. Die von SRF, RSI und RTS gemeinsam produzierte Serie dokumentiert die Arbeit der Delegierten des IKRK in Konfliktherden, Krisen- und Kriegsgebieten.

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DOK "Zwischen den Fronten - IKRK-Delegierte im Einsatz"

0:32 min, vom 28.3.2014

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz IKRK ist mit weltweit 13 000 Mitarbeitenden ein Multi der Menschlichkeit. Die sechsteilige «DOK»-Serie führt von der Schweiz aus nach Kolumbien, in die Demokratische Republik Kongo, nach Israel und Afghanistan.

In Genf wird Einsteigerin Stéphanie Eller auf die harte Realität in Krisen- und Kriegsgebieten vorbereitet. Nach der Ausbildung ist Israel ihr erster Einsatzort, wo sie für Gefangenenbesuche zuständig ist. Dabei erlebt sie, wie zermürbend ein jahrzehntelanger Konflikt sein kann und wie er sich auf die Zivilbevölkerung auswirkt.

In Kolumbien trifft IKRK-Bürochef Abraham Doblado auf Rebellen und bewaffnete Gruppen und kämpft unermüdlich für den Schutz der Zivilbevölkerung. Dabei muss er aufpassen, nicht selber zwischen die Fronten zu geraten.

In Afghanistans Hauptstadt Kabul arbeitet der Einheimische Najmuddin als Direktor des IKRK-Orthopädiezentrums. Als 18-Jähriger wurde er von einer Mine schwer verletzt. Jeden Tag setzt er sich dafür ein, dass behinderte Menschen von der kriegsmüden Gesellschaft nicht verstossen werden.

In der Demokratischen Republik Kongo wird klar, was jahrzehntelange Kriegswirren für die Betroffenen bedeuten. Die Kamera ist dabei, wenn junge Menschen, die vor kurzem noch als Kindersoldaten durch den Dschungel zogen und Angst und Schrecken verbreiteten, wieder in die Gesellschaft zurückfinden. Und wenn Familien, die auseinandergesprengt wurden, wieder zusammenfinden.

IKRK-Präsident Peter Maurer informiert sich in der kongolesischen Grossstadt Goma über das Schicksal von Kriegswaisen und gibt im Feld und am Genfer Hauptsitz Einblicke in seine anspruchsvolle Tätigkeit. Als Diplomat erinnert er die Mächtigen der Welt an die Nöte der Schwächsten und an die Verpflichtung des humanitären Völkerrechts.

Anhand dieser Protagonisten und Schauplätze dokumentiert die sechsteilige «DOK»-Serie die wesentlichen Aufgaben und Schwerpunkte des heutigen IKRK auf authentische Weise. Es sind berührende und aufwühlende Geschichten, die zeigen, was die IKRK-Profis in ihren häufig riskanten Einsätzen beschäftigt und antreibt.